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Entwurmung bei der Katze - Symptome für Würmer

Bei deiner Katze ist der Wurm drin? Gerade junge Katzen werden oft von Würmern befallen, was zu schweren Krankheiten führen kann, wenn der Befall nicht behandelt wird.

Hier erfährst du welche Symptome auf einen Wurmbefall hindeuten und wie oft eine Entwurmung bei deiner Katze nötig ist. Wir erklären, welche Nebenwirkungen eine Entwurmung bei der Katze haben kann. Außerdem informieren wir dich über Alternativen, die es für die Entwurmung bei Katzen gibt.

1. Würmer bei Katzen: Vorkommende Wurmarten + Übertragung

Im Gegensatz zu Flöhen und Zecken suchen Würmer den Körper der Katzen von innen auf. Deshalb werden Würmer auch als Endoparasiten bezeichnet. Die meisten Wurmarten leben im Magen-Darm-Trakt der Katze, manche Würmer befallen aber auch andere Organe.

Katzen können von verschiedenen Würmern befallen werden:

  • Spulwürmer

  • Rund-, Haken- und Peitschenwürmer

  • Herzwürmer

  • Bandwürmer

  • Magen-Darm-Würmer

  • Lungenwürmer

  • Harnblasenhaarwürmer

1.1 Würmer bei Katzen: So werden sie übertragen

Katzen stecken sich durch den Kontakt mit infektiösen Eiern oder Larven mit Würmern an. Eine Wurminfektion ist nicht nur für Katzen gefährlich, sondern auch für uns Tier-Eltern. Wir leben eng mit unseren Lieblingen zusammen und einige Spul- und Bandwürmer können auch uns infizieren. Die Übertragung erfolgt meist über den Speichel der Katze, in dem sich die Wurmeier befinden. Leckt sich dein Liebling z.B. das Fell und du streichelst es an der Stelle, hast du die Wurmeier schon unbemerkt an den Händen. Von hier aus ist es nicht weit bis zum menschlichen Mund. Beim Menschen siedeln die Würmer sich nicht zwangsweise im Darm an. Sie können zu schweren Erkrankungen führen, weil sie durch Gewebe wandern oder „Zysten“ in Organen bilden. Die Entwurmung deiner Katze schützt also nicht nur deinen Vierbeiner, sondern auch dich.

Die orale Aufnahme von Wurmeiern ist der häufigste Übertragungskanal. Vor Allem Kinder tragen aufgrund des engen Kontakts mit Haustieren ein erhöhtes Risiko für eine Infektion. Auch Personen, die berufsbedingt viel Kontakt mit Hunden oder Katzen haben, z. B. Tierpfleger oder Jäger tragen ein erhöhtes Risiko sich zu infizieren.

2. Katze hat Würmer: Symptome

An welchen Symptomen erkenne ich, ob meine Katze Würmer hat? Das ist leider nicht leicht zu beantworten, denn manchmal zeigen Katzen mit Wurmbefall keinerlei Symptome. Trotzdem sind sie ansteckend für dich oder andere Katzen. Deshalb ist es wichtig, nicht darauf zu warten bis deine Katze stark von den Parasiten befallen ist, sondern schlimmen Wurmerkrankungen vorzubeugen.

Mögliche Symptome für einen starken Wurmbefall bei der Katze sind:

  • Durchfall

  • Erbrechen

  • Gewichtsverlust 

  • stumpfes Fell

  • Juckreiz am Anus

Wie sehen Würmer bei Katzen aus? Spulwürmer, Hakenwürmer und Bandwürmer können bei starkem Wurmbefall mit dem bloßen Auge im Stuhl erkannt werden. Manchmal können auch weiße Würmer bei Katzen am After zu sehen sein. Immer wenn du kleine, weiße Würmer, Wurmbestandteile oder -eier im Kot deiner Katze bemerkst, solltest du einen Tierarzttermin vereinbaren.

Unter dem Mikroskop können auch die Wurmeier unterschieden werden. Allerdings ist ein Wurmbefall oft symptomlos und du kannst keine Würmer bei deiner Katze sehen.

3. Gegen Würmer bei Katzen: Was du tun kannst

Meistens kann Wurmbefall bei der Katze durch einen Wurmtest diagnostiziert werden. Jedoch kann auch ein negatives Testergebnis einen Wurmbefall deiner Katze nicht zu 100% ausschließen. Nachdem sich deine Katze mit Würmern infiziert hat, dauert es nämlich mindestens vier Wochen, bis die Wurmeier im Kot nachweisbar sind. Deshalb solltest du deine Katze nach den Empfehlungen der ESCCAP regelmäßig entwurmen.

In Bezug auf die Entwurmung ist eines wichtig zu wissen: Es geht nicht unbedingt darum, deine Katze immer komplett wurmfrei zu haben. Das Ziel sollte vor allem sein, dass man einen Wurmbefall stoppt, bevor er zu stark wird. Ein starker Wurmbefall schadet einerseits deinem Liebling und führt andererseits zu einer starken Ausscheidung ansteckender Eier. Diese können wiederum andere Tiere und auch Menschen anstecken.

3.1 Entwurmung: Die Wurmkur für die Katze

Für die Behandlung gegen Würmer gibt es für die Katze unterschiedliche Medikamente, sogenannte Wurmkuren. Diese kannst du bei akutem Wurmbefall oder zur strategischen Entwurmung nutzen. Meist werden Kombipräparate verschrieben, die gleich gegen mehrere Parasiten und Zwischenwirte wirken. Spulwürmer und Hakenwürmer beispielsweise werden häufig mit dem gleichen Mittel behandelt. Es gibt verschiedene Darreichungsformen für die Wurmbekämpfung bei Katzen: Wurmkur als Tablette, Pasten, Injektionen oder Spot-On-Präparate. Meist wird die Entwurmung bei der Katze als Tablette verabreicht.

Wirkstoffe in der Wurmkur der Katze

Viele Präparate enthalten die Wirkstoffe Milbemycinoxim und Praziquantel, da sie gegen die meisten Würmer wirken. Milbemycinoxim ist ein Fermentationsprodukt von Pilzen der Gattung Streptomyces und besitzt ein sehr breites Wirkungsspektrum gegen Würmer (u.a. Fadenwürmer und Herzwürmer), Milben(Sarcoptes, Demodex) und Insekten. Der Wirkstoff lähmt die Muskulatur des Parasiten (beziehungsweise lässt diese verkrampfen) und der Parasit stirbt ab.  

Praziquantel wirkt speziell gegen Trematoden (Saugwürmer) und Cestoden (Bandwürmer). Auch hier beruhen die Effekte auf einer spastischen Lähmung der Parasiten durch das Verkrampfen der Parasitenmuskulatur, die durch einen verstärkten Einstrom von Calciumionen durch die Zellmembran ausgelöst wird. 

3.2 Wie lange wirkt eine Wurmkur bei der Katze?

Nach der Gabe der Wurmkur dauert es einen Tag, bis die Würmer bei Katzen weg sind. Die Parasiten sterben innerhalb von 24 Stunden und nach diesem Zeitraum scheidet deine Katze auch keine infektiösen Eier mehr aus.

Allerdings wirken Wurmkuren nicht vorbeugend und somit besteht die Gefahr, dass deine Katze sich direkt erneut ansteckt. Danach dauert es jedoch wieder einige Wochen, bis sich aus den Eiern im Darm wieder neue Würmer entwickelt haben.

3.3 Alternative Wurmtest: Kotuntersuchung auf Wurmbefall

Bei einer akuten Infektion mit starken Beschwerden muss zunächst abgeklärt werden welcher Wurmbefall vorliegt. Dies ist wichtig, um das richtige Medikament wählen zu können, denn nicht alle Wurmkuren helfen gegen alle Wurmarten. 

Manche Tierbesitzer möchten eine routinemäßige Entwurmung aus gesundheitlichen Gründen vermeiden und bevorzugen es regelmäßig einen Wurmtest zu machen. Inzwischen muss man dafür nicht mehr zum Tierarzt gehen, da das Set für die Kotproben einfach online bestellt und dann direkt ins Labor geschickt werden kann (z.B. im felmo Shop).

Ein Wurmtest wird mit dem Verfahren einer Kotuntersuchung durchgeführt. Hierzu sammelst du mit einem vorgesehenen Testkit den Kot deiner Katze an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Das ist notwendig, da Wurmeier nicht mit jedem Stuhlgang ausgeschieden werden.

3.4 Tipps vom Tierarzt zur Entwurmung bei Katzen

  • Auf nüchternen Magen erhöht sich die Wirksamkeit und der Schutz von Entwurmungstabletten, was aber auch die Verträglichkeit verringern kann.

  • Sind die Wurmkur Tabletten im Fressen versteckt, ist die Entwurmung leichter. Lies hierzu mehr: Katze Tabletten geben

  • Bei mehreren Katzen in einem Haushalt sollten immer alle gleichzeitig entwurmt werden.

  • Es können sich Nebenwirkungen wie Durchfall oder Erbrechen zeigen.

  • Zusätzlich zur Wurmkur sollten die Decke und das Körbchen der Katze gereinigt und desinfiziert werden.

4. Wie oft braucht meine Katze eine Wurmkur?

Um deine Katze dauerhaft gesund zu halten, solltest du in regelmäßigen Abständen Wurmvorsorge betreiben und nicht erst bei einem Wurmbefall handeln. Das bedeutet, dass du regelmäßig Wurmtests durchführst und/oder “strategische Entwurmung” betreibst. Strategische Entwurmung bezeichnet die regelmäßige Verabreichung eines Breitband-Anthelminthikums, das gegen viele verschiedene Wurmarten wirkt. Der Zyklus für die strategische Entwurmung richtet sich nach dem individuellen Risiko für die Infektion.

4.1 Wurmkur bei Katze im Haus oder Freigänger?

Nicht nur Freigänger-Katzen sind vom Wurmbefall betroffen. Auch Wohnungskatzen können Wurmerkrankungen bekommen, denn schon durch die Muttermilch können Kitten die Larven aufnehmen. Außerdem gelangen Wurmeier auf verschiedenen Wegen in die Wohnung, zum Beispiel durch Kot oder Erde an den Schuhen ihrer Halter.

Das Risiko ist für Katzen mit Freigang trotzdem größer, vor allem wenn sie Mäuse, Vögel oder Schnecken fangen und fressen, die Zwischenwirte der Würmer. Außerdem haben sie Kontakt zu anderen Katzen, oder zumindest deren Kot. Je höher das Risiko für die Ansteckung ist, desto häufiger sollten Wurmtests durchgeführt oder Wurmkuren gegeben werden.

4.2 Empfehlungen der ESCCAP: Entwurmung Katze

Die europäische Vereinigung von Veterinärparasitologen (ESCCAP - European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) empfiehlt mindestens 4x jährlich eine Entwurmung durchzuführen (Ausnahme: bei reinen Wohnungskatzen sind 1-2x entwurmen pro Jahr ausreichend), bei besonderen Risiken noch deutlich häufiger. Das Risiko wird anhand von 5 Kategorien eingestuft:

  1. Freier Auslauf + Kontakt zu anderen Tieren: Insbesondere Freigänger-Katzen weisen ein höheres Risiko für einen Wurmbefall auf. Auch bei Haushalten mit mehreren Tieren ist das Risiko für einen Wurmbefall höher. Deshalb sollten diese Haustiere mindestens 4 Mal jährlich einem Wurmtest unterzogen bzw. eine Wurmkur verabreicht bekommen. 

  2. Flohbefall: Bestimmte Bandwürmer können auch über Flöhe übertragen werden.

  3. Rohes Fleisch, Innereien, Mäuse: Das Risiko ist für Katzen mit Freigang auch deshalb größer, weil sie Mäuse, Vögel oder Schnecken fangen und fressen, die Zwischenwirte der Würmer. Wurmeier können auch durch rohes Fleisch (BARF) übertragen werden. Deshalb sollten auch reine Stubentiger mindestens einmal jährlich entwurmt bzw. getestet werden.

  4. Therapie-Katzen: Für den professionellen Einsatz von Katzen gibt es meist besondere Vorschriften.

  5. Zucht / Ausstellungen / Wettkämpfe: Wenn die Katze für die Zucht eingesetzte wird, oder an Ausstellungen und Wettkämpfen teilnimmt, gelten ebenfalls strengere Vorschriften für die Entwurmung.

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5. Hat die Wurmkur bei der Katze Nebenwirkungen?

Meistens zeigen Katze keine großen Nebenwirkungen nach der Gabe einer Wurmkur. Vereinzelt können Katzen allerdings sensibel auf die chemischen Medikamente reagieren und haben nach der Behandlung Erscheinungen, wie Unruhe, Durchfall, Erbrechen, Juckreiz oder manchmal Haarausfall. Wenn du deiner Katze die Kur nach dem Füttern gibst, sind die Medikamente besser verträglich für deinen Liebling.

"Nebenwirkungen" nach einer Wurmkur gibt es meist deshalb, weil viele absterbende Würmer die Verdauung durcheinander bringen. Es ist oftmals keine Unverträglichkeit, sondern eine größere Parasitenlast, die der Katze zu schaffen macht.

Auch wenn deine Katze keine akuten Nebenwirkungserscheinungen aufweist, können die chemischen Inhaltsstoffe des Mittels bei einer dauerhaften, jahrelangen Anwendung auch langfristige Nebenwirkungen erzeugen. Bei regelmäßiger prophylaktischer Entwurmung, können die Würmer zudem eine Resistenz gegen die Wirkstoffe in der Wurmkur entwickeln, wodurch diese dann bei einem tatsächlichem Befall nicht mehr richtig wirken können.

Die Annahme, dass Wurmkuren die Darmflora deiner Katze angreifen ist allerdings falsch. Die Darmflora besteht vor allem aus Bakterien, die durch Antibiotika gestört werden, aber nicht durch Anthelminthika (Wurmkuren).

6. Kosten der Entwurmung bei der Katze

Je nach Größe und Gewicht deiner Katze sowie der Wahl des Präparats (Tablette, Paste oder Spot-On) können die Kosten schwanken zwischen 3 bis 20 Euro. Welche Behandlung in deinem Fall nötig ist, unterscheidet sich individuell. 

Beim Tierarzt gibt es außerdem die Möglichkeit einzelne Tabletten zu bekommen und bei eventuellen Nebenwirkungen sofort auf ein anderes Mittel zu wechseln. Wenn du bereits Kunde bei felmo bist und wir deinen Liebling bereits untersucht haben, kannst du deine nächste Wurmkur einfach bei uns im Shop nachbestellen.

Ein Wurmtest kostet zwischen 20 und 35 Euro. Der felmo Wurmtest liegt bei 28,95 Euro inkl. Giardien-Check und kann bequem in unserem Online-Shop bestellt werden. Wenn ein umfangreicher Wurmtest bei einem Tierarzt durchgeführt wird, kann der Preis bis zu 60 Euro betragen.

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7. Behandlung von Katzenwelpen bei Wurmbefall

Bei jungen Kätzchen ist das Risiko besonders hoch, sich mit Spulwürmern zu infizieren. Außerdem sollte hier beachtet werden: Wenn die Mutter unter Wurmbefall leidet, sind die Kätzchen in den allermeisten Fällen auch von Geburt an infiziert. Die ESCCAP empfiehlt deshalb bereits im Alter von 2 Wochen eine Behandlung gegen Spulwürmer. 

Hier kann man gut eine Wurmkur als Paste verabreichen, da die Jungtiere keine Tabletten schlucken können. Die säugende Mutter sollte in jedem Fall mit dem Beginn der Behandlung der Welpen mitbehandelt werden. Es wird empfohlen alle zwei Wochen zu entwurmen und dies bis zu 2 Wochen nach dem Absetzen der Kätzchen fortzuführen. 

8. Sonderfall: Giardien bei der Katze

Wurde dein Liebling positiv auf Giardien getestet, so ist es ein besonderer Fall. Giardien sind auch Endoparasiten, allerdings sind es Einzeller und damit keine Würmer. Sie zählen zu den Parasiten, die bei Haustieren am häufigsten vorkommen. Es ist wichtig zwischen Giardien und Würmern zu unterscheiden, um das richtige Medikament zu finden. Hier ein Beispiel: 

Die Wurmkur Milprazon für Katzen wirkt beispielsweise gegen Rundwürmer, Hakenwürmer, Peitschenwürmer, Herzwürmer und Bandwürmer - nicht aber gegen Giardien.

Das Medikament Panacur hingegen wirkt neben Spul-, Haken-, Peitschwürmern auch gegen Giardien - nicht aber gegen Bandwürmer.

Für die Wahl des richtigen Medikaments sollte also ein Wurmtest durchgeführt werden, der auch Giardien mit abdeckt. Außerdem ist es wichtig nach einem Befall von Giardien das komplette Umfeld deines Tieres gründlich zu reinigen und zu desinfizieren. Genauere Information zu diesem Thema findest du in unserem Ratgeberartikel zu Giardien.

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9. Würmer bei Katzen: Fazit vom Tierarzt

Normalerweise können Katzen durch die gängigen Wurmkuren vollständig vom Wurmbefall befreit werden. Wie zuvor erwähnt geht es allerdings nicht unbedingt darum, deine Katze immer komplett wurmfrei zu haben. Wichtig ist, dass man einen Wurmbefall stoppt, bevor er zu stark wird und es bei deiner Katze zur Ausscheidung ansteckender Eier kommt. Wenn erkrankte Katzen lange unbehandelt bleiben, können die Würmer jedoch großen Schaden anrichten. Durch Organschäden, Mangelernährung und das geschwächte Immunsystem kann die Katze langfristig sterben. 

Wenn du sichergehen möchtest, dass deine Katze niemals ansteckende Wurmeier ausscheidet, ist eine strategische Entwurmung zu empfehlen. Wenn es dir allerdings eher darum geht deinen Vierbeiner nur vor den schweren Folgen eines lang anhaltenden Wurmbefalls zu schützen, so kannst du auch einfach regelmäßig Wurmtests durchführen und nur bei Bedarf bzw. positivem Testergebnis behandeln. In jedem Fall ist jedoch eine regelmäßige Wurmvorsorge zu empfehlen. In unserem Online-Wurmcheck kannst du den optimalen Zyklus ermitteln. Auch unsere Tierärzte können dir eine Empfehlung dazu geben.

  • Ja, denn selbst wenn du in einem sehr sauberen Haushalt lebst können sich unbemerkt Wurmeier einnisten. Die Wurmeier können von dir zum Beispiel über Straßenschuhe hineingetragen worden sein.

    Daher sollten auch Katzen, die ausschließlich in der Wohnung leben, jährlich entwurmt werden. Nur so kann die Gesundheit von allen Zweibeinern und Vierbeinern in der Wohnung sichergestellt werden. Wie oft eine Entwurmung nötig ist, finden wir mit dir in einer individuellen Beratung heraus!

  • Ein Wurmtest kann jederzeit durchgeführt werden, da er keine gesundheitliche Auswirkung auf deine Fellnase hat. Du kannst also immer und beliebig oft überprüfen, ob ein Wurmbefall vorliegt oder ob die letzte Wurmkur wirksam war. Wurmkuren wirken nicht prophylaktisch und daher ist der Wurmtest eine gute Ergänzung bzw. Alternative zur konventionellen prophylaktischen Entwurmung.

    Bei Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall ist eine Kotuntersuchung sinnvoll, denn hier lassen sich die Ursachen ganz leicht finden. Auch wenn du unnötige Wurmkuren vermeiden möchtest, macht eine Kotuntersuchung Sinn: Mit dem Wurm-Check kannst du erstmal herausfinden, ob bei deinem Haustier überhaupt ein Wurmbefall vorliegt.

    Vor allem bei folgenden Symptomen ist eine Kotuntersuchung nötig:

    • Erbrechen

    • Durchfall

    • Blähungen 

    • starker Gewichtsverlust

  • Es dauert bis zu 24 Stunden, danach werden keine Würmer mehr ausgeschieden.

  • Wurmkuren wirken rund 24–72 Stunden lang und nicht vorbeugend wie Floh- & Zeckenmittel. In der angegebenen Zeitspanne werden die Würmer und deren Entwicklungsstadien, die sich im Darm des Tieres befinden, abgetötet. Dein Tier kann sich direkt nach der Behandlung neu anstecken, indem es aus dem Umfeld neue Wurmeier aufnimmt.

    Ist dies der Fall, dauert es je nach Wurmart einige Wochen bis Monate, bis sich aus diesen Eiern bzw. den darin enthaltenen Wurmlarven im Darm deines Tieres wieder neue Würmer entwickelt haben. Erwachsene Würmer und ansteckende Eier befinden sich also erst nach einigen Wochen wieder im Darm bzw. Kot deines Tieres.

  • Wie oft du deinem Hund oder deiner Katze ein Breitband-Anthelminthikum verabreichen oder einen Wurmtest durchführen solltest, hängt ganz von den individuellen Lebensumständen und Gewohnheiten ab.

    Je nach Alter, Ernährung und Haltung deines Tieres ist sein Risiko, sich mit Würmern anzustecken, unterschiedlich hoch. Mehr Informationen zu Würmern bei Katzen oder Entwurmung beim Hund findest du im felmo Ratgeber.

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