Canines Coronavirus beim Hund - Welche Symptome zeigt mein Hund bei Corona?

Du fragst dich, ob die Corona-Infektion COVID-19 auch für deinen Hund gefährlich ist? Du bist dir nicht sicher, ob Hunde das Coronavirus auf Menschen übertragen? Du wurdest positiv auf Corona getestet, und fragst dich, was nun mit deinem Hund ist?

Aktuell existieren keine Belege dafür, dass Hunde Corona auf Menschen übertragen können. Die führenden Gesundheitsbehörden sind sich einig, dass COVID-19 hauptsächlich von Mensch zu Mensch übertragen wird. Inzwischen wurde jedoch von seltenen Fällen berichtet, in denen sich Hunde angesteckt haben, die mit infizierten Menschen zusammenleben. Auf dieser Seite findest du alle aktuellen Informationen zur Corona-Situation bei Hunden und kannst herausfinden, ob du deinen Hund testen lassen solltest.

Die aktuellen Coronaviren bei den Menschen sind grundsätzlich nicht dieselben wie bei unseren vierbeinigen Lieblingen. Das Canine Coronavirus (CCov) des Hundes ist weltweit verbreitet und verursacht keine Atembeschwerden, sondern Magen-Darm-Beschwerden. Alle Infos zu Ursachen, Symptomen und Behandlung von Corona-Infektionen beim Hund findest du auf dieser Seite.

Mit dem felmo Covid-19 Check kannst Du sofort herausfinden, ob es sinnvoll ist einen Covid-19 Test für Deinen Hund zu machen.

1. COVID-19: Gefahr des Coronavirus bei Hunden

Mobiler Tierarzt felmo für Hunde

Der Coronavirus COVID-19 hat das Leben der Menschen in diesem Jahr grundlegend geändert. Der für den Menschen gefährliche Virus SARS-CoV-2 gehört zu den Beta-Coronaviren und hat mit dem Caninen Coronavirus beim Hund nichts zu tun. Wenn du also von deinem Tierarzt den Befund “Corona” erhältst, brauchst du keine Panik bekommen! Meist handelt es sich dabei lediglich um milde Durchfallbeschwerden. Inzwischen ist jedoch auch ein Test verfügbar, mit dem dein Hund auf den neuen Coronavirus getestet werden kann. Ob du deinen Hund auf COVID-19 testen lassen solltest, kannst du auf dieser Seite herausfinden. Klick einfach auf den Button oben auf der Seite.

Führende veterinärmedizinische und staatliche Experten versichern Hundehaltern weiterhin, dass das Risiko für eine Corona-Infektion der Tiere sehr niedrig ist. Das Risiko für eine Ansteckung von Menschen durch ihre Hunde ist sogar noch geringer.  Inzwischen gibt es jedoch Belege von einzelnen Fällen, in denen eine Übertragung des Coronavirus von Mensch auf Tier beobachtet wurde. Dies ist immer dann der Fall, wenn ein Tier in sehr engem Kontakt mit einem infizierten Menschen stand. Die Tiere haben jedoch keine bis milde klinische Symptome gezeigt und sind wieder genesen.

Mehr Informationen zu dem Umgang mit der Corona-Situation findest du in unseren FAQ:

  • Wir lernen noch immer über dieses Virus, aber es scheint, dass es sich in einigen Situationen von Menschen auf Tiere übertragen kann. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es aber keine Hinweise darauf, dass Tiere bei der Verbreitung des Virus, das COVID-19 verursacht, eine wesentliche Rolle spielen.

    Auf der Grundlage der bisher verfügbaren begrenzten Informationen wird das Risiko, dass Tiere COVID-19 auf den Menschen übertragen, als gering eingestuft.

    Es sind jedoch weitere Studien erforderlich, um zu verstehen, ob und wie verschiedene Tiere von COVID-19 betroffen sein könnten.

    Da Tiere jedoch manchmal andere Keime in sich tragen können, die Menschen krank machen können, ist es immer eine gute Idee, in der Nähe von Haustieren und anderen Tieren gesunde Gewohnheiten zu praktizieren, einschließlich Händewaschen vor und nach dem Umgang mit ihnen.

  • Behandle deine Haustiere so, wie du andere menschliche Familienmitglieder behandeln würdest - lass deine Haustiere nicht mit Menschen außerhalb des Haushalts interagieren.

    Wenn eine Person innerhalb des Haushalts krank wird, isoliere diese Person von allen anderen, auch von Haustieren.

  • Wenn du an COVID-19 erkrankt bist (entweder vermutet oder durch einen Test bestätigt), solltest du den Kontakt mit Vierbeinern genauso einschränken, wie du es auch mit Zweibeinern tun würdest. Bis wir mehr über dieses Virus wissen, sollten Menschen, die an COVID-19 erkrankt sind, den Kontakt mit Haustieren und anderen Tieren vermeiden.

    Wenn möglich, lass dein Haustier von einem Freund oder Familienmitglied pflegen, während du krank bist.

    Auch wenn es schwer fällt: Vermeide den Kontakt mit deinem Haustier, einschließlich Streicheln, Kuscheln, geküsst oder geleckt werden, Futter teilen und im selben Bett schlafen.

    Wenn du dich während deiner Krankheit um dein Haustier kümmern oder dich in der Nähe aufhalten musst, trage eine Maske und wasch dir vor und nach dem Umgang mit deinem Haustier die Hände.

  • Als mobiler Tierarzt bieten wir dir einige Vorteile in der aktuellen Situation:

    Du musst deine Wohnung für den Tierarzttermin nicht verlassen und begegnest keinen anderen Menschen oder Tieren.

    Unsere Tierärzte werden einmal pro Woche auf Corona getestet. Der Tierarzt kommt zu dir mit Mundschutz & Schuhschutz, sowie vorher desinfiziert.

    Der Sicherheitsabstand kann eingehalten werden, weil nur du, dein Vierbeiner und der Tierarzt in einem Raum sind.

    • Sehr geringes Risiko: Der Arzt hat nur direkten Kontakt mit deinem Tier.

    • Es gibt nur eine äußerst geringe Wahrscheinlichkeit, dass ein Tier Corona bekommt/überträgt.

    • Kleinere Fragen nach dem Termin oder Nachbestellung von Medikamenten können bei uns immer im Chat oder per Telefon beantwortet werden.

  • Aufgrund der Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben auch wir folgende Vorkehrungen getroffen:

    • Du kannst wie gewohnt einen Termin bei uns machen.

    • Wir bitten dich, während des Hausbesuchs einen Mundschutz anzulegen. Auch unsere Tierärzte werden Mundschutz tragen und sich vor dem Termin desinfizieren.

    • Wir begrüßen oder verabschieden niemanden per Handschlag.

    • Solltest du innerhalb von 14 Tagen nach deinem Termin mit uns positiv auf SARS-CoV-2 getestet werden, bitten wir dich um Mitteilung.

    Wir danken dir sehr für deine Mithilfe – zum Wohle von uns allen und letztendlich von unseren tierischen Patienten.

  • Wenn du an COVID-19 erkrankt bist und dein Haustier krank wird, bringen dein Haustier nicht selbst in die Tierklinik. Rufe uns am besten an oder schreibe uns im felmo Chat und teile uns mit, dass du an COVID-19 erkrankt bist. In diesem Fall bieten wir telemedizinische Beratungen und den Tierarzt-Chat an. Gemeinsam können wir versuchen mit dir eine Lösung zu finden.

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  • Da eine geringe Gefahr besteht, dass Menschen mit COVID-19 das Virus auf Tiere übertragen können, wird empfohlen, dass Haustierbesitzer während des Lock-Downs die Interaktion ihres Haustiers mit Menschen außerhalb ihres Haushalts einschränken.

    • Halte deine Katzen wenn möglich im Haus und lass sie nicht frei draußen herumlaufen.

    • Führe Hunde an einer Leine mindestens 2 Meter (6 Fuß) von anderen Tieren entfernt.

    • Vermeide öffentliche Orte, an denen sich eine große Anzahl von Menschen versammelt.

    • Setze deinem Haustier keine Maske auf. Masken könnten deinem Haustier schaden.

    Es gibt keine Anzeichen dafür, dass das Virus über die Haut, das Fell oder die Haare von Haustieren auf Menschen übertragen werden kann. Wasche oder baden dein Haustier nicht mit chemischen Desinfektionsmitteln, Alkohol, Wasserstoffperoxid oder anderen Produkten wie Handdesinfektionsmitteln, Gegenreinigungstüchern oder anderen Industrie- oder Oberflächenreinigern. Wenn du Fragen zu geeigneten Produkten zum Baden oder Reinigen deines Haustiers hast, kannst du uns jederzeit kontaktieren.

    Sprich bitte auch mit uns, wenn dein Haustier krank wird oder wenn du Bedenken bezüglich der Gesundheit deines Haustiers hast.

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2. Was sind Coronaviren beim Hund?

Alpha-Coronaviren sind behüllte RNA-Viren und nicht spezienspezifisch. Eine stark virulente Form des Virus ruft eine Magen-Darm-Erkrankung beim Hund hervor. Dieses Canine Coronavirus ist eng verwandt mit dem Felinen Coronavirus bei der Katze und kann auch bei Katzen infektiös sein. Allerdings ruft es bei Katzen Enteritiden hervor und keine FIP. Das Canine Coronavirus ist weltweit in Hundepopulationen verbreitet und kann eine Darmentzündung hervorrufen und tödlich enden. Gefährlich ist die Infektion, weil die Viren hochansteckend sind.

3. Ursachen und Übertragung des Coronavirus

Nicht jede Infektion mit dem Coronavirus führt zu Krankheitsanzeichen beim Hund. Doch auch Hunde ohne Krankheitsbild können den Virus übertragen und immungeschwächte Hunde und Welpen damit anstecken.

Der Hund nimmt die Viren über Maul und Nase auf, sodass sie von dort in den Magen-Darm-Trakt gelangen. Übertragen werden die Caninen Coronaviren über kontaminiertes Trinkwasser, Gegenstände oder direkter Kontakt zu infiziertem Hundekot. Im Magen und Darm des Hundes können die Viruspartikel sich vermehren und zu schweren Entzündungen führen.

4. Symptome

Bei erwachsenen, gesunden Hunden zeigt eine Infektion mit dem Coronavirus manchmal keinerlei Krankheitssymptome. Welpen oder vorbelastete Tiere können aber schwere Krankheitsverläufe zeigen. Bereits geschwächte Hunde oder Tiere mit Vorerkrankungen können an den Folgen der Corona-Infektion sterben. Leider können Hunde immer wieder durch den Caninen Coronavirus erkranken, eine Infektion und Gesundung immunisiert also leider nicht.

Checkliste: Bei diesen Symptomen den Tierarzt rufen

Wenn dein Liebling mehrere der folgenden Magen-Darm-Beschwerden aufweist, solltest du möglichst schnell einen Tierarzt rufen:

  • Müdigkeit, Apathie, Apetitlosigkeit

  • Fieber

  • Durchfall und/oder Erbrechen

  • Kreislaufbeschwerden durch starken Wasserverlust

5. Diagnose von Coronaviren

Durchfall und andere Magen-Darm-Beschwerden können bei Hunden durch verschiedenste Erkrankungen hervorgerufen werden. Der Tierarzt wird bei Durchfall vermutlich den allgemeinen Gesundheitsstatus überprüfen, den Impfstatus checken und die Haltungs- und Fütterungsgewohnheiten einbeziehen. Zusätzlich ist eine Kotuntersuchung und Test auf Parasitenbefall sinnvoll.

Der Canine Coronavirus kann durch verschiedene Tests von Kot- oder Blut nachgewiesen werden: Es ist der direkte Virusnachweis per Elektronenmikroskop oder RT-PCR (Real Time Polymerase-Kettenreaktion) möglich. Oder aber auch die indirekte Identifikation des Virus, indem die gebildeten Antikörper im Blut gemessen werden.

6. Behandlung der Corona-Infektion

Gerade wenn du einen Welpen hast, solltest du schnell reagieren, wenn er Durchfall hat! Junge Hunde können schnell in Lebensgefahr kommen, weil sie geringe Reserven haben. Deshalb sollte dem Durchfall und Flüssigkeitsverlust zeitnah entgegengewirkt werden, sodass der Kreislauf und Flüssigkeitshaushalt wieder stabilisiert werden kann.

Bei starken Kreislaufbeschwerden wird der Tierarzt zunächst durch intravenöse Flüssigkeits- und Elektrolyttherapie das Tier für die weitere Untersuchung und Behandlung stabilisieren. Zur Vermeidung bakterieller Sekundärinfektionen können Antibiotika verabreicht werden. Durch Virostatika kann die virale Infektion bekämpft werden. Möglich ist, dass der Tierarzt deinem Liebling einen kurzen Futterentzug verordnet (nicht länger als zwei Tage).

Checkliste: Wie du deinem Hund helfen kannst

Unterstützend kannst du weitere Maßnahmen ergreifen:

  • Den Hund warm einpacken und bei niedriger Körpertemperatur mit Heizdecken wärmen.

  • Vermeidung von Stress!

  • Nach der Therapie solltest du deinem Hund Schonkost verabreichen. Unsere Tierärzte geben dir dafür gerne Rezepte.

7. Prognose bei einer Corona-Infektion

Die Prognose einer Corona-Infektion beim Hund hängt ab vom Status des Immunsystems. Bei immunstarken Hunden bestehen sehr gute Heilungschancen. Bei immunschwachen Hunden kann der Wasser- und Elektrolytverlust lebensgefährlich werden. Immunschwache Hunde sind Welpen oder bereits an Staupe oder Parvovirose erkrankte Hunde. In diesen Fällen ist es wichtig, bei Durchfall frühzeitig zu handeln und durch die rechtzeitige Diagnose eine wirksame Behandlung zu ermöglichen.

8. Prävention: Schutz gegen Coronaviren

Hunde können gegen die Infektion mit dem Caninen Coronavirus (CCoV) geschützt werden. Die Wirksamkeit dieser Impfung ist jedoch umstritten, weshalb sie in Deutschland für Hunde noch nicht zugelassen ist. Nach den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) des Friedrich-Löffler-Instituts sollten Hunde jedoch gegen Parvovirose, Staupe und Leptospirose geimpft werden. Die Impfungen gegen diese Infektionskrankheiten verhindert einerseits die Erkrankung durch diese Erreger. Andererseits kann die darauf folgende Immunschwäche vermieden werden, wodurch schwere Krankheitsverläufe durch den Caninen Coronavirus verhindert werden.

Hygienemaßnahmen gegen Infektionskrankheiten

Generell sind die folgenden Hygienemaßnahmen sinnvoll, wenn du deinen Hund vor Infektionskrankheiten schützen möchtest:

  • Futter- und Kotplätze regelmäßig reinigen und ggf. desinfizieren

  • Trinkwasser regelmäßig auswechseln

  • Wenn dein Hund infiziert ist, sind zwei Wochen Quarantäne sinnvoll

  • Kot aufsammeln und geschlossen entsorgen

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9. Fazit

Die Coronaviren beim Hund sind andere als beim Menschen. Meist handelt es sich bei einer Corona-Infektion bei Hunden lediglich um harmlosen Durchfall. Wenn jedoch bereits geschwächte Tiere krank werden, heißt es schnell zu handeln.

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