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Die Grundlagen der richtigen Hundeernährung

Dieser Artikel zeigt die Grundsätze der art- und bedürfnisgerechten Hundeernährung, unabhängig davon, für welche Fütterungsart du dich im Endeffekt entscheidest.

Wichtiges zusammengefasst:
  • Es gibt nicht die einzig wahre Hundeernährung

  • Eine ausgewogene Ernährung sollte auf deinen Hund abgestimmt sein

  • Richtige Futtermenge und Zusammenstellung sind ausschlaggebend

  • Achte außerdem auf die richtige Wassermenge

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung basiert auf ähnlichen Ernährungsprinzipien wie bei uns Menschen, auch wenn die spezifischen Bedürfnisse variieren können.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung basiert auf ähnlichen Ernährungsprinzipien wie bei uns Menschen, auch wenn die spezifischen Bedürfnisse variieren können.

Die Bausteine einer ausgewogenen Ernährung

Fangen wir gleich einmal mit dem Wichtigsten an: Es gibt keine „einzig wahre“ Hundeernährung.

Jedes Futter ist nur so gut, wie der Hund, der es verträgt. Das bedeutet: du kannst deinem Liebling das hochwertigste, ausgewogenste Futter servieren – wenn er es nicht mag oder nicht verträgt, dann solltest du es ihm nicht füttern.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist von entscheidender Bedeutung und ein wichtiger Baustein.

Sie kann helfen, das Immunsystem deines Hundes zu stärken und ihn dadurch vor bestimmten Krankheiten zu schützen. Sie versorgt ihn mit Energie und Nährstoffen, damit er gesund, aktiv und belastbar bleibt.

Eine ausgeglichene Ernährung sollte daher im Kern aus einer ausgewogenen Mischung aus Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen bestehen. 

1. Proteine

Hunde sind vorwiegend Fleischfresser und benötigen daher eine ausreichende Menge an tierischem Protein in ihrer Ernährung, um daraus gesunde Muskeln, Knochen und Gewebe zu entwickeln und zu erhalten. Dieses findet sich vor allem in Fleisch, aber auch in Eiern und Milchprodukten. Auch Fisch kann den Speiseplan deines Hundes bereichern. Hier solltest du darauf achten, dass alle Gräten vor dem Füttern entfernt werden.

2. Kohlenhydrate

Kohlenhydrate liefern Energie, sättigen und helfen, den Blutzuckerspiegel deines Hundes zu stabilisieren. Gekochter Reis, Kartoffeln und Süßkartoffeln sind gute Quellen für Kohlenhydrate. Eine Ernährung mit alternativen Kohlenhydraten, in der auf Linsen und andere Hülsenfrüchte zurückgegriffen wird, ist nicht anzustreben, da hier aktuelle Studien einen Zusammenhang mit der Entwicklung einer Herzerkrankung (DCM) sehen.

3. Fette

Fette liefern vor allem Energie und helfen, die Haut und das Fell deines Hundes gesund zu halten. Einige Fette sind außerdem unbedingt notwendig für die Aufnahme von Vitaminen. Als Fettquellen sind vor allem tierische Fette geeignet, wie Fischöl, Gänseschmalz oder einfach Butter. Wenn dein Hund einen höheren Fettbedarf hat, solltest du die Menge dennoch nur langsam steigern, da es sonst zu Durchfall oder sogar einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) kommen kann.

4. Vitamine und Mineralstoffe

Vitamine und Mineralstoffe sind essenziell für die Gesundheit deines Hundes. Eine ausgewogene Ernährung sollte eine ausreichende Menge an Vitaminen und Mineralstoffen enthalten, um eine optimale Versorgung deines Lieblings zu gewährleisten. Gemüse und Obst sind nicht nur gute Quellen für Vitamine und Mineralstoffe, sondern liefern auch wertvolle Faserstoffe, die die Qualität und Quantität des Stuhls positiv beeinflussen. Gemüse und Obst können zerkleinert (gerieben, püriert, gekocht) gefüttert werden, damit der Körper die Inhaltsstoffe optimal verwerten kann.

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Trockenfutter, Nassfutter oder selber zusammenstellen?

Eine Möglichkeit, die Ernährungsgrundlagen zu erfüllen, ist durch das Füttern von hochwertigem Hundefutter aus dem Handel, das speziell auf die Bedürfnisse von Hunden abgestimmt ist. 

Ein sog. Alleinfuttermittel muss definitionsgemäß bedarfsdeckend sein, dass bedeutet, dass alles im richtigen Verhältnis zueinander enthalten ist. Ein Ergänzen von Zutaten ist hier nicht nötig.

Alleinfuttermittel gibt es als Trockenfutter, Nassfutter und Halbfeuchtfutter auf dem Markt. Das Futter ist in der Regel erhitzt und ihm wurden dann die nötigen Zusätze wie Vitamine und Mineralstoffe wieder beigefügt. 

Die Vorteile dieser fertigen Futtermittel liegen auf der Hand. Sie sind verbraucherfreundlich, hygienisch verpackt und portioniert. Du hast also nur einen geringen zeitlichen Aufwand, um deinen Hund bedarfsgerecht zu ernähren. 

Nachteilig ist hier jedoch, dass du die Zutaten, die verarbeitet wurden, nicht in ihrer Grundform sehen konntest und du der Deklaration vertrauen musst.

Bedarfsgerecht: Hundefutter selber zusammenstellen

Du kannst aber natürlich das Futter deines Hundes auch selbst zusammenstellen. Hier stehen dir verschiedene Methoden zur Verfügung. Du kannst die Ration roh oder gekocht verfüttern, oder mit Ergänzungsfuttermitteln arbeiten, indem du zum Beispiel sog. Reinfleischdosen „pimpst“. 

Der Vorteil ist hier, dass du die Zutaten genau auswählen kannst und weißt, was in dem Futter deines Hundes enthalten ist. So kannst du auch komplizierte Ansprüche an die Ernährung erfüllen, wie beispielsweise im Falle von Krankheiten oder Unverträglichkeiten. 

Bei der bedarfsgerechten Zusammenstellung des Futters hilft dir eine Rationsberechnung. Diese wird von spezialisierten Tierärzten durchgeführt. Sie passen die Zusammensetzung genau den Ansprüchen deines Hundes an und helfen dir dabei, die Rationen ausgewogen und abwechslungsreich zu gestalten.

Es ist wichtig zu betonen, dass Zusätze und spezielle Pulver bei gesunden Hunden nicht zwangsläufig erforderlich sind. Doch wenn es um bestimmte gesundheitliche Herausforderungen geht, können bestimmte natürliche Mittel als Ergänzung durchaus gesundheitsfördernd sein. Hierbei sollte jedoch immer der tatsächliche Bedarf in Betracht gezogen werden. Mehr zu diesem Thema erfährst du in unserem Ratgeberartikel Das Geheimnis gesunder Hunde: Vitamine & Ergänzungsfutter im Fokus.

Hunde futtern

Es ist wichtig, die Portionsgröße dem Bedarf des Hundes anzupassen. Warum das so ist, erfährst du im nächsten Abschnitt.

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Warum du Portionsgrößen prüfen solltest

Ein weiterer wichtiger Aspekt einer gesunden Hundeernährung ist die Kontrolle der Portionsgröße. Hunde neigen dazu, zu viel zu essen, sie haben oft kein Sättigungsgefühl. Das kann zu Übergewicht und damit verbundenen Gesundheitsproblemen führen. Es ist wichtig, die Futtermenge auf das Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau deines Hundes abzustimmen, um sicherzustellen, dass er nicht zu viel oder zu wenig Futter erhält.

Wie viel sollte dein Hund trinken: Achte auf die richtige Wassermenge

Stelle außerdem sicher, dass deinem Hund stets frisches, sauberes Wasser zur Verfügung steht. Hunde trinken normalerweise von sich aus ausreichend. Ist ihr Futter eher trocken (Trockenfutter) trinken sie mehr, enthält es bereits Flüssigkeit, trinken sie entsprechend weniger.

Wenn du dir unsicher bist, ob dein Hund genug oder sogar zu viel trinkt, kannst du es ganz einfach messen. Gieße morgens eine abgemessene Menge Wasser (zum Beispiel 500 ml) in den Napf. Abends gießt du das übrige Wasser zurück und die Differenz ist die Trinkmenge, die dein Hund tagsüber zu sich genommen hat. Bitte beachte dabei, dass an heißen Sommertagen oder in Räumen mit Fußbodenheizung das Wasser aus dem Napf auch verdunsten kann. Auch weitere Wasserquellen sollten an diesem Tag tabu sein, oder einbezogen werden (beliebt ist der Gartenteich).

Die Trinkmenge pro Tag sollte durchschnittlich 60 ml Wasser/kg Körpergewicht des Hundes sein, wenn er nicht belastet wird durch körperliche Betätigung oder hohe Außentemperaturen. 

Das bedeutet, ein 10 kg schwerer Hund darf 600 ml Wasser pro Tag trinken, ein 20 kg schwerer Hund sogar 1,2 Liter. Diese Zahlen gelten aber nur, wenn es ein gemütlicher Tag ohne extreme Temperaturen ist. Ist es sommerlich warm oder beanspruchst du deinen Hund, steigt natürlich auch der Wasserbedarf.

Trinkt er etwas weniger, und es geht ihm dabei gut, musst du dir keine Gedanken machen. Vermutlich nimmt er an einer anderen Stelle (zum Beispiel über die Nahrung) zusätzlich Wasser auf. Wenn es erheblich mehr ist oder er gar nichts mehr zu sich nimmt, ist es ratsam, einen Tierarzt zu kontaktieren, da dies ein Hinweis auf Krankheiten sein kann (z.B. Diabetes oder Nierenprobleme).

Bitte entziehe deinem Hund niemals das Wasser, auch, wenn es dir zu viel vorkommt. Der Körper muss sich regulieren können und wenn er im Krankheitsfall mehr Wasser benötigt, schwemmt er damit giftige und schädliche Stoffe über die Nieren aus.

Fazit: Die richtige Ernährung für ein langes Hundeleben

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist der Schlüssel zum Wohlbefinden deines Hundes. Eine gut abgestimmte Mischung aus Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen versorgt ihn mit allem, was er für ein aktives und gesundes Leben benötigt.

Dabei ist es wichtig, individuelle Bedürfnisse und eventuelle Unverträglichkeiten zu beachten. Du hast die Wahl zwischen fertigen Alleinfuttermitteln und selbst zusammengestellten Mahlzeiten, die jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile haben. 

Unabhängig von der Futterwahl solltest du auf die Portionsgröße und eine ausreichende Wasserversorgung achten, um das Wohl deines vierbeinigen Freundes sicherzustellen.

Denn die richtige Ernährung kann dazu beitragen, dass dein Hund ein langes, gesundes und erfülltes Leben führt.

Unsere Tierarzt-Autoren möchten dich darauf hinweisen, dass ihre Blogs keine tierärztliche Beratung ersetzen. Trotz aller spannenden Informationen solltest du wichtige gesundheitliche Entscheidungen immer individuell für dein Tier klären und mit deinem Tierarzt absprechen. Wir übernehmen daher auch keine Haftung für etwaige Schäden, die durch die Verwendung der in diesem Blog dargestellten Informationen entstehen. Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. (2023)


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