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5 Fragen an Tierärztin Annette: Schilddrüsenunterfunktion bei Hunden

Tierärztin Annette Klatzek aus dem Berliner felmo Team hat selbst einen Hund mit Hormonproblemen. Inzwischen ist sie Spezialistin auf diesem Gebiet und beantwortet für uns 5 Fragen zur Schilddrüsenunterfunktion bei Hunden.

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1. Worauf sollte ich für eine gesunde Ernährung achten?

Wichtig für die gesunde Ernährung bei Hunden mit Schilddrüsenunterfunktion ist vor allem, dass nicht noch zusätzlich Iod gefüttert wird. Bei Fertigfuttermitteln muss also bei der Zutatenliste auf hinzugefügtes Iod in Form von Seealgen oder Fisch geachtet werden. Wenn man dies entdeckt, sollte dieses Futter lieber nicht gefüttert werden.

Bei gebarften Hunden muss unbedingt beachtet werden, das im sog. “Schlundfleisch” häufig Reste von Schilddrüsengewebe enthalten ist! Dies kann zu deutlichen Problemen führen. Gerade bei Barf sollte immer bedarfsgerecht gefüttert werden, wobei die Berechnungen sinnvoller Weise durch einer Ernährungsberatung durchgeführt werden sollten.

2. Welche Verhaltensauffälligkeiten treten bei Schilddrüsenproblemen auf?

Bei autoimmuner Thyreoditis fallen häufig sprunghaft wechselndes Verhalten und Aufmerksamkeitsdefizite auf. Damit verbunden treten meist deutliche Schwierigkeiten im Training auf.

3. Könnte eine Kastration bei diesen Verhaltensauffälligkeiten helfen?

Manche Hundetrainer raten bei auffälligem Verhalten zur Kastration. Im Falle einer Schilddrüsenunterfunktion kommt es dadurch jedoch häufig zu einer Verstärkung der Symptome der Hypothyreose! Dies muss natürlich nicht der Fall sein. Durch eine Anpassung der Medikamente können die Symptome gelindert werden.

Hier sollte jedoch individuell in Absprache entschieden werden, da es je nach Hund unterschiedliche Auswirkungen hat. Jedoch ist eine Kastration nicht das Heilmittel gegen Verhaltensauffälligkeiten.

4. Wieso bist du Spezialistin für Schilddrüsen-/Hormonprobleme geworden?

Weil ich selber einen mittlerweile 7 Jahre alten Hund mit autoimmuner Thyreoditis habe! Bis da eine Diagnose gefunden war hat es ziemlich lange gedauert und mich wirklich Nerven gekostet. Er konnte sich nicht konzentrieren und hatte starke Stimmungsschwankungen bis hin zu stark aggressivem Verhalten anderen Hunden gegenüber.

Durch die richtige Therapie und gutes Training ist es inzwischen aber schon viel besser geworden.

5. Was möchtest du allen Menschen mitgeben, die einen Hund / eine Hündin mit Schilddrüsenproblemen haben?

Bei der klassischen Hypothyreose geht es den Tieren meist schnell besser. Bei der autoimmunen Erkrankung, vor allem bei jungen Hunden, kommt es meist auch zu Verhaltensproblemen. Da kann man nur sagen: Es dauert! Selbst wenn ein Hund gut eingestellt ist, wird gerade ein solcher Hund immer etwas Besonderes sein.

Mit einer guten Diagnostik und der richtigen medikamentösen Einstellung können erkrankte Hunde aber ein ganz normales und glückliches Leben führen.

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