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FIV Katze oder Katzenaids - Ursachen, Symptome, Behandlung

FIV ist die Abkürzung für das Feline Immundefizienz-Virus, durch das das Immunsystem der Katze geschwächt wird. Die Erkrankung ähnelt AIDS beim Menschen (HIV: Humanes Immundefizienz-Virus) und wird daher umgangssprachlich als Katzenaids bezeichnet. 

Auch wenn „Katzenaids“ schlimm klingt und die Krankheit unheilbar ist, ist sie kein Todesurteil. Mit der richtigen Behandlung kann man auch FIV-infizierten Katzen ein langes und glückliches Leben ermöglichen.

1. Definition: Was ist FIV?

Das Feline Immundefizienz-Virus ist der Erreger des Felinen Immundefizienzsyndroms. Es greift die Zellen des Immunsystems an, wodurch der Körper einer erkrankten Katze nicht mehr in der Lage ist, sich richtig gegen Krankheiten zu schützen. Mit FIV infizierte Katzen haben daher häufiger mit anderen Erkrankungen (sog. Sekundärkrankheiten) zu kämpfen als gesunde Katzen. Zu diesen Sekundärkrankheiten zählen Tumore, Erkrankungen der Atemwege, der Haut und der Augen.

Obwohl die Erkrankung in ihrem Verlauf und ihren Auswirkungen mit AIDS vergleichbar ist, können Menschen sich nicht mit FIV infizieren.

2. Das Wichtigste über FIV auf einen Blick: FAQ zu Katzenaids

  • Eine Infektion mit FIV schwächt das Immunsystem der Katze. Sie sind dadurch anfälliger für Tumore und weitere Erkrankungen, die auch die Lebenserwartung der Katze verkürzen können. Eine gute Therapie ermöglicht jedoch vielen Katzen ein langes und gutes Leben, auch wenn FIV leider nicht heilbar ist. Als Tierbesitzer kannst du z. B. über passende Ernährung das Immunsystem deiner Katze unterstützen.

  • Die Symptome sind sehr unspezifisch; die meisten Krankheitszeichen werden von Sekundärinfektionen verursacht. Um eine Infektion der Katze mit FIV zu diagnostizieren, muss ein Bluttest durchgeführt werden, der Antikörper gegen das Feline Immunschwächevirus nachweist.
    Unsere Tierärzte empfehlen, Katzen einmal jährlich auf FIV zu testen, besonders Freigänger.

  • Nein. FIV befällt ausschließlich Katzen. Menschen oder andere Haustiere wie Hunde oder Kleintiere sind daher nicht gefährdet.

  • FIV ist leider nicht heilbar. Allerdings muss die Diagnose kein Todesurteil sein. Wenn du auf einige Dinge achtest, kann deine Katze noch ein glückliches und langes Leben führen.

  • Es gibt keine eindeutigen Symptome, die auf FIV hinweisen. Allerdings wird bei einer FIV-positiven Katze das Immunsystem geschwächt, wodurch mit der Zeit Sekundärkrankheiten auftreten können.
    Diese Sekundärkrankheiten rufen natürlich Symptome hervor, z. B. (chronischen) Nasenausfluss, (chronische) Zahnfleischentzündungen oder Hautrötungen durch Pilzinfektionen.

    Auch schlecht heilende Wunden oder ein ausgedünntes, ungepflegtes Fell sowie Gewichtsverlust können Anzeichen für FIV sein.
    Wenn du das Gefühl hast, dass es deiner Katze nicht gut geht, solltest du in jedem Fall einen Tierarzt rufen.

  • Nach Möglichkeit solltest du versuchen, gesunde und FIV-infizierte Katzen nicht miteinander zu halten. Allerdings geht man davon aus, dass eine Übertragung hauptsächlich durch Bissverletzungen erfolgen kann. Wenn du mehr als eine Katze hast und alle sich gut verstehen, ist das Risiko einer Übertragung gering. Ganz sicher kann eine Infektion aber nicht verhindert werden.
    Hast du eine gesunde Katze, solltest du jedoch nicht unbedingt eine FIV-positive Katze in deinen Haushalt holen. Umgekehrt gilt dasselbe: Ist deine Katze mit FIV infiziert, solltest du dir keine gesunde Zweitkatze anschaffen. In beiden Fällen wäre die gesunde Katze einem unnötigen Risiko ausgesetzt.

  • Das Feline Immundefizienz-Virus wird von Katze zu Katze übertragen. Eine infizierte Katze ist ihr Leben lang ansteckend und scheidet FIV vor allem mit ihrem Speichel aus.

    Eine gesunde Katze steckt sich mit dem Virus an, wenn der Erreger in ihre Blutbahn gelangt. Die meisten Katzen scheinen sich durch Bisse mit FIV anzustecken, z. B. bei Revierkämpfen.

3. FIV: Verbreitung und Wirkung

FIV kommt weltweit vor, ist jedoch regional unterschiedlich stark verbreitet. Allgemeine Schätzungen gehen davon, dass etwa 11 % aller Hauskatzen Träger des Virus sind. In Deutschland sind dagegen nur um die 3 % der Katzen infiziert. Insgesamt ist der Norden Deutschlands stärker betroffen als der Süden.

Neben Hauskatzen können sich auch andere Katzenartige mit dem Felinen Immundefizienz-Virus anstecken, beispielsweise Großkatzen wie Löwen oder Pumas.

FIV gehört zur Gruppe der Lentiviren. Typisch für diese Viren ist, dass sie sehr langsam fortschreitende, chronisch degenerative Krankheiten auslösen. Das Virus greift vor allem die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) der Katze an. Betroffen sind z. B. die Lymphozyten, die Fremdstoffe erkennen. Wenn die Abwehrzellen nicht mehr funktionieren, wird die Katze sehr anfällig für andere Erreger wie Bakterien und Viren. Die Zerstörung des Immunsystems erfolgt jedoch sehr langsam. Daher tritt erst mit dem Fortschreiten der Erkrankung die Immunschwäche ein.

4. Übertragung: Wie kommt es zur Ansteckung mit Katzenaids?

FIV kann im Speichel und Blut der Katzen nachgewiesen werden. Die Hauptübertragung erfolgt daher vermutlich über Bisse, z. B. bei Revierkämpfen. Eine Übertragung von Katzen an ihre Katzenwelpen bereits im Mutterleib oder später durch die Muttermilch ist extrem unwahrscheinlich. Andere Körperflüssigkeiten sind potenziell ebenfalls infektiös, spielen in der Praxis jedoch keine Rolle bei der Ansteckung.

Am häufigsten infizieren sich Freigängerkatzen, die viele Artgenossen in ihrer Gegend finden. Kater sind besonders oft betroffen: ungefähr ¾ aller FIV-positiven Katzen sind männlich. Das erklärt sich durch aggressives Revierverhalten, vor allem bei unkastrierten Tieren. Die stärkste Risikogruppe sind daher unkastrierte, freilaufende Kater. 

Auch unkastrierte weibliche Freigängerkatzen haben ein gewisses Ansteckungsrisiko, denn beim Deckakt erfolgt oft ein Nackenbiss, durch den FIV ebenfalls übertragen werden kann. Eine reine Wohnungskatze, kastriert oder nicht, ist dagegen kaum gefährdet.

Eine Ansteckung mit FIV ist nur unter Katzen möglich. Hunde oder andere Tierarten können sich nicht infizieren. Außerhalb von Katzenkörpern ist das Feline Immunschwächevirus wenige Sekunden bis Minuten überlebensfähig. Zudem kann es durch übliche antivirale Desinfektionsmittel unschädlich gemacht werden.

5. Symptome: Wie äußert sich eine Infektion mit FIV bei Katzen?

Für eine Infektion mit FIV gibt es keine spezifischen Symptome. Die meisten Krankheitszeichen sind auf Sekundärerkrankungen zurückzuführen, für die das geschwächte Immunsystem einer FIV-positiven Katze anfälliger ist. Jedoch können verschiedene Anzeichen während des Verlaufs einer Krankheit einen Verdacht auf Katzenaids erregen. Deutlich sichtbare Symptome treten in der Regel erst im dritten Stadium der Erkrankung auf, was die Früherkennung von FIV erschwert.

5.1 Verlauf der Erkrankung

Nachdem sich eine Katze mit dem Virus infiziert hat, folgt eine Inkubationszeit von drei bis sechs Wochen. Zum Ausbruch der Krankheit kommt es erst nach dieser Zeit, und auch die ersten klinischen Symptome können erst danach auftreten; Tests zeigen die Erkrankung frühestens vier Wochen nach der Infektion. Der Verlauf von Katzenaids wird in vier Stadien unterteilt.

  1. Akute Phase

    Die erste Phase der Erkrankung dauert ungefähr vier Monate. Die Katze beginnt nach dem Ausbruch sofort, virusspezifische Antikörper zu produzieren. Trotz dieser starken Immunreaktion kann die Infektion jedoch nicht vollständig überwunden werden. 

    In dieser Phase können sich leichte Symptome wie Fieber, geschwollene Lymphknoten, Abgeschlagenheit und Durchfall bei der Katze zeigen. Häufig bemerken die Besitzer allerdings gar nichts.

  2. Asymptomatische Trägerphase

    Die Katze erholt sich von der akuten Phase schnell und die Krankheit kommt scheinbar zum Erliegen – ein Grund, warum viele Besitzer sich auch dann keine Sorgen machen, wenn sie in der Akutphase milde Krankheitszeichen beobachtet haben. 

    Die Katze ist nun Träger, zeigt aber keine Symptome. Nur in einem Blutbild und mit einem FIV-Test zeigt sich die Erkrankung. Die Phase kann Monate bis Jahre dauern; im Schnitt gehen Schätzungen für Mitteleuropa von etwa vier Jahren aus.

  3. Unspezifische (AIDS-ähnliche) Phase

    In dieser Phase kann man davon sprechen, dass Katzenaids ausgebrochen ist, Symptome werden sichtbar. Im Laufe der Zeit lassen die Abwehrkräfte der Katze nämlich immer weiter nach, wodurch verschiedene Sekundärerkrankungen auftreten können. Dazu gehören Infektionen der Atemwege, des Verdauungstrakts, der Maulhöhle oder Tumorerkrankungen. Symptome, die sich eindeutig einer Infektion mit FIV zuordnen lassen, sind nicht zu erkennen. 

    Dennoch können sich typische Krankheitszeichen zeigen: Zahnfleischentzündungen, Verletzungen im Maul, auf der Haut und in den Augen sind bei FIV-positiven Katzen weit verbreitet. Zudem sieht das Fell ungepflegt aus und es kann Fieber auftreten, Wunden heilen deutlich schlechter und viele Katzen nehmen sichtbar ab. Auch neurologische Symptome wie Motorikstörungen, Lahmheit oder Ataxie können auftreten, ebenso plötzliche Aggression oder Demenz.

    Dieses Stadium kann wenige Monate bis mehrere Jahre dauern.

  4. Terminalphase

    Im Endstadium bricht das Immunsystem zusammen. Zu diesem Zeitpunkt leidet die Katze schon an verschiedenen Sekundärerkrankungen und nimmt immer weiter ab. Die restliche Lebenserwartung beträgt in der Regel weniger als ein Jahr. Genau genommen sterben die Tiere jedoch nicht an FIV, sondern an einer der Sekundärinfektionen oder der starken Gewichtsabnahme.

Katze liegt unter dem Bett
Katze liegt unter dem Bett

6. Verdacht auf Katzenaids: Wann zum Tierarzt?

Da FIV keine klar erkennbaren Symptome hervorruft und die Krankheit lange „schlummern“ kann, gehen viele Katzenhalter erst im dritten oder gar vierten Stadium zum Tierarzt. Spätestens bei diesen Anzeichen solltest du deine Katze einem Tierarzt vorstellen:

  • Deine Katze ist immer häufiger krank

  • Selbst oberflächliche Wunden brauchen lange, bis sie verheilt sind

  • Deine Samtpfote nimmt sichtlich ab

  • Die Katze macht einen schlechten Gesamteindruck, wirkt krank und ungepflegt

  • Es treten unerklärliche Lahmheiten oder motorische Störungen auf

  • Ihr Verhalten ändert sich spürbar, sie zeigt ungewöhnliche Aggression oder Zeichen von Demenz

Die Alarmsignale müssen nicht alle auftreten; auch ein einziges davon reicht aus, um professionellen Rat zu suchen. Nicht immer muss es sich dann um Katzenaids handeln, aber ein Test sollte auf jeden Fall gemacht werden.

Die Prognose bei Katzenaids ist, wie bei vielen anderen Krankheiten, umso besser, je früher die Erkrankung erkannt wird. Ist deine Katze Freigänger, solltest du sie daher einmal jährlich auf FIV testen lassen. Besonders, wenn du Verletzungen bemerkst, die von Bissen stammen könnten, ist nach frühestens vier Wochen ein Test zu empfehlen. Die Bisswunden selbst mögen schnell abheilen, aber die Infektion kann ohne Test jahrelang unentdeckt bleiben.

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7. Diagnose: Wie wird eine Infektion mit FIV bei Katzen festgestellt?

Zur Diagnose von FIV stehen verschiedene Testverfahren zur Verfügung. Viele Tierärzte verwenden zunächst einen Schnelltest. Fällt dieser positiv aus, muss das Resultat jedoch durch eine weitere Untersuchung abgesichert werden. Vorteil eines Schnelltests ist, dass er sofort durchgeführt werden kann und innerhalb kurzer Zeit ein Ergebnis liefert.

Zuverlässiger sind jedoch ein PCR- oder ein Western-Blot-Test. Für beide Verfahren muss die Blutprobe in ein Labor geschickt werden. Es kann also ein paar Tage dauern, bis der Befund vorliegt, aber dafür hast du mit diesen Tests endgültige Gewissheit.

Für alle Testverfahren ist eine Blutentnahme nötig. Da viele FIV-positive Katzen erst zum Tierarzt gebracht werden, wenn das Immunsystem durch den Eintritt der dritten Krankheitsphase auffallend schwächelt, muss die unklare Symptomatik abgeklärt werden. Eine ausführliche Blutuntersuchung gehört dann ohnehin dazu. Es erspart deiner Katze den Stress eines weiteren Tierarztbesuchs, wenn im Zuge dieser Untersuchung auch Blut für einen FIV-Test abgenommen wird.

Lässt du deine Freigängerkatze routinemäßig und ohne konkreten Verdacht auf FIV testen, kann ein Schnelltest ausreichen. Sprich mit deinem Tierarzt darüber, welche Methode er in eurem Fall für sinnvoll hält.

8. Behandlung: Wie kann einer Katze mit FIV geholfen werden?

Es gibt einige Möglichkeiten, deiner FIV-positiven Katze ein langes und beschwerdefreies oder wenigstens beschwerdearmes Leben zu bescheren. 

8.1 - Medizinische Unterstützung: Was der Tierarzt bei Katzenaids tun kann

Eine mit FIV infizierte Katze gehört in jedem Fall in tierärztliche Behandlung. Das Immunsystem des Tieres ist dem Virus ohne Unterstützung schutzlos ausgeliefert, die Krankheit schreitet immer schneller fort.

Auch wenn es leider keine Heilung für Katzenaids gibt, kann eine gute Therapie infizierten Samtpfoten ein Leben ermöglichen, das nicht wesentlich kürzer sein muss als das ihrer gesunden Artgenossen. Die Therapie verfolgt dabei drei Ziele:

  • Stärkung des Immunsystems

  • Vermehrung des Virus verlangsamen (durch antivirale Medikamente)

  • auftretende Sekundärerkrankungen behandeln

 

Daneben ist eine FIV-Infektion deiner Katze auch ein wichtiger Faktor für andere medizinische Entscheidungen. Bestimmte Medikamente, z. B. Cortison, sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Auch über Impfungen solltest du im Einzelfall mit deinem Tierarzt sprechen: Ist das Immunsystem deines Tigers durch das Virus ohnehin geschwächt, kann es durch eine Impfung überfordert werden. Daher gilt es, sorgfältig Nutzen und Risiko gegeneinander abzuwägen.

Die Gabe bestimmter immunanregender Medikamente ist bei Katzenaids übrigens umstritten. Zwar kann dadurch das Immunsystem gestärkt werden; es ist jedoch auch möglich, dass durch eine Vermehrung bzw. Aktivierung der Immunzellen auch die Zahl der Viren steigt, die diese Zellen befallen haben. Sprich also unbedingt mit deinem Tierarzt, bevor du deiner Katze ein solches Mittel verabreichst!

8.2 - Was du selbst bei Katzenaids tun kannst

Wenn du erfährst, dass deine Katze mit FIV infiziert ist, solltest du sie nur noch in der Wohnung halten. Das mag dir und ihr anfangs schwerfallen, ist aber aus zwei Gründen wichtig: Zum einen besteht Ansteckungsgefahr für andere Katzen, wenn es zu Beißereien kommt. Zum anderen wird das Immunsystem eines infizierten Tieres immer schwächer, sodass es anfälliger für die Vielzahl an Krankheitserregern draußen wird.

Bei Katzen, die zusammen in einem Haushalt leben, ist das Infektionsrisiko übrigens gering, sofern es keine Beißereien oder Rangkämpfe gibt. Gute Hygiene, gerade an gemeinsamen Futter- und Liegeplätzen, kann die Gefahr zusätzlich verringern.

Für Katzen mit geschwächtem Immunsystem ist eine gute Ernährung sehr wichtig. Der Bedarf an Mineralstoffen und Vitaminen sollte immer gedeckt sein. Hochwertiges Nassfutter ohne Kohlenhydrate mit Fleisch in Lebensmittelqualität ist oft besser verdaulich als Futter mit einem hohen Anteil an Schlachtabfällen oder Trockenfutter. Je besser das Futter verdaut werden kann, desto weniger belastet es den Darm und damit das Immunsystem. Sprich im Zweifel mit deinem Tierarzt darüber, worauf du bei der Ernährung deiner FIV-positiven Katze achten solltest.

Auch Stress wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus. Sorge also für ausreichend Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten für deine Katze und widme ihr die Aufmerksamkeit, die sie braucht, um entspannt und ausgeglichen zu sein.

9. Prävention: Kann man Katzenaids verhindern?

In Europa gibt es gegen Katzenaids keine Impfung. Der in den USA zugelassene Impfstoff scheint bisher nicht so effektiv zu sein wie gehofft. Zur Prävention müssen daher andere Maßnahmen ergriffen werden.

Der effektivste Weg besteht darin, deine Katze nicht nach draußen zu lassen. Für Wohnungskatzen ist eine Ansteckungsgefahr nahezu nicht vorhanden. Ein geringes Risiko kann für Stubentiger bestehen, die mit einem infizierten Artgenossen zusammenleben.

Den Freigang komplett zu unterbinden, ist jedoch eine sehr starke Einschränkung und oft auch nicht nötig. Wer kann, sollte über gesicherten Freigang im Garten nachdenken, um Kontakt zu infizierten Katzen möglichst auszuschließen. Ein erhöhtes Risiko besteht in Gegenden mit hoher Freigängerdichte.

Sehr effektiv ist außerdem die Kastration der Katze. Das ist bei Freigängern ohnehin anzuraten, um Katzenleid durch unkontrollierte Vermehrung zu vermeiden. Aber auch blutige Revierkämpfe kommen bei unkastrierten Katzen sehr viel häufiger vor als bei kastrierten und sind der größte Risikofaktor für eine FIV-Infektion. Die Kastration ist dabei nicht nur für Kater eine brauchbare Präventionsmaßnahme: Auch unkastrierte Katzen haben durch den Nackenbiss beim Deckakt ein höheres Ansteckungsrisiko als kastrierte.

10. Fazit zu Katzenaids

Die Übertragung des FIV-Virus geschieht über Blut und Speichel, in der Regel durch Bisse. Das Virus ist nur für Katzen ansteckend. Eine Katzenaids-Impfung gibt es in Europa bisher leider nicht. Jedoch ist ein positiver Test kein Todesurteil und ein schönes und langes Leben bei entsprechender Therapie gut möglich. Eine Kastration der Katze und ein kontrollierter Freigang sind effektive Präventionsmaßnahmen.

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