Husten beim Hund - Ursachen, Symptome, Behandlung, Was tun wenn dein Hund hustet?


Wenn ein Hund hustet kann das ein wichtiger Schutzreflex gegen Fremdkörper in der Luftröhre sein oder ein Symptom einer Krankheit. Es gibt viele verschiedene Arten von Husten, die sich in ihrer Art, Frequenz und Dauer unterscheiden. Manche Hunde bekommen Husten bei Aufregung. Manchmal handelt es sich jedoch um eine Erkältung oder sogar um eine Lungenentzündung. Wird das Husten durch andere Geräusche und Würgen begleitet?

Zur Beurteilung der Art des Hustens ist es wichtig ihn genau zu beobachten. Im folgenden Artikel erfährst du, wie du den Unterschied entdeckst und wann dein Hund zum Tierarzt sollte. Wir erklären dir, wie man den Husten behandeln kann. Außerdem gibt es verschiedene Hausmittel um den Husten beim Hund zu lindern.

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Alle Infos zu Husten bei Hunden findest du in diesem Artikel. 🐶

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Definition Husten

Husten (lateinisch Tussis) beim Hund ist ähnlich wie beim Menschen. Willkürlich oder ausgelöst durch den Hustenreflex stößt der Körper explosionsartig Luft aus. Die Stimmritze (Glottis) öffnet sich und die gesamte Atmungsmuskulatur zieht sich zusammen, wodurch die Luft mit hoher Geschwindigkeit aus den Atemwegen entweicht.

Der reflexartige Husten wird durch Rezeptoren auf den Schleimhäuten des Halses samt Kehlkopf, der Luftröhre und den Bronchien ausgelöst. Die Reize können chemisch oder physikalisch sein.

Arten von Husten

1. Trockener Husten

Dieser Husten, auch Reizhusten genannt, ist hart und rau. Häufig ist diese Art des Hustens sehr schmerzhaft für das Tier und kann von Würgen begleitet sein. Außerdem kann bei anhaltendem Reizhusten ein Teufelskreis ausgelöst werden. Durch das Anziehen von Luft werden die Schleimhäute gereizt und geschädigt, was einen Hustenreiz auslöst und zu erneutem Luft Anziehen führt. In diesem Fall wird der Husten schon sehr leicht ausgelöst z.B. durch Druck auf den Kehlkopf oder die Luftröhre, Aufregung oder Einatmung kalter und trockener Luft

2. Feuchter Husten

Den feuchten Husten erkennt man daran, dass ein Sekret (Schleim oder Flüssigkeit) ausgeworfen wird. Er ist gedämpft und weicher als trockener Husten. Häufig hört man außerdem ein rasselndes oder gurgelndes Geräusch. Auch dieser Husten kann von Würgen begleitet werden, wobei das eher am Ende auftritt und zum “erbrechen” von einem Sekret führt.

Ursachen für Husten

Die Ursachen für Husten sind vielzählig. Jedoch deuten die verschiedenen Arten auf unterschiedliche Ursachen hin.

Ursachen für akuten trockenen Husten

  • Einatmen von Fremdkörpern (z.B. Futter oder Flüssigkeit)

  • Leichte Erkältung oder Bronchitis

  • Anfangsstadien von Infektionen und Entzündungen der Atemwege z.B. Zwingerhusten mit den zusätzlichen Symptomen leichtes Fieber, Würgen und Nasenausfluss

  • Parasiten

  • Einatmen von reizenden Stoffen (z.B. Allergene oder Rauch)

Ursachen für chronischen Reizhusten 

(chronischer Reizhusten: Husten hält länger als 2 - 3 Wochen an)

  • Chronische Bronchitis: zusätzliche Symptome sind zäher Auswurf und abfallende Leistung

  • Erkrankung der Luftröhre (Trachealkollaps): Eher bei kleineren Hunderassen, der Husten tritt bei Aufregung oder Freude auf

  • Asthma oder Herzerkrankung: Husten tritt bei Anstrengung oder nachts auf

  • Druck auf die Atemwege durch Tumore

  • Vergrößerter Vorhof des Herzens

  • Vergrößerte Lymphknoten

  • Parasiten

Ursachen für feuchten Husten

  • Fortgeschrittene Stadien von Infektionen und Entzündungen der Atemwege z.B. Lungenentzündung mit den zusätzlichen Symptomen schlapp, lustlos und wenig Appetit

  • Lungenödem: Der Hund würgt einen schleimigen Auswurf hervor, wobei der Husten so schwach ist, dass es wie Erbrechen wirkt

  • Linksherzinsuffizienz (typisch: Husten nachts oder früh morgens)



Checkliste: Wann solltest du den Tierarzt rufen?

Hunde können, genau wie Menschen, mal husten und es ist kein Grund zur Sorge. Hält der Husten jedoch länger an, solltest deinen Vierbeiner beobachten. Unbehandelter Husten kann ernsthafte Folgen für deinen Hund haben

Wenn er länger als 2-3 Tage hustet, solltest du folgendes beachten:

  • Eine fachliche Diagnose wird ab 2-3 Tagen empfohlen

  • Nur dies kann eine erfolgreiche Behandlung ermöglichen und Folgeerkrankungen verhindern


Für den Tierarzt ist ein genauer Bericht (Anamnese) wichtig:

  • Wie oft und in welchen Situationen hustet er?

  • Ist der Husten trocken oder Feucht?

  • Wann tritt der Husten auf? (Tageszeit, Zustand)

  • Wie ist das Allgemeinbefinden deines Hundes?

  • Sind weitere Symptome dazu gekommen?

  • Gibt es Vorerkrankungen?


Eine eindeutige Diagnose ist auch bei Husten nicht immer möglich, jedoch lässt sich die Ursache in der Regel schnell eingrenzen und behandeln.

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Diagnose

Zur Diagnose muss ein Hund vom Tierarzt nicht immer aufwendig untersucht werden. Nötig wird dies in der Regel nur, wenn zusätzlich noch andere Symptome, wie z.B. Fieber, Appetitlosigkeit oder blutiger Auswurf, dazukommen. 

Der Tierarzt kann eine erste Einschätzung durch die Anamnese treffen. Danach folgt die klinische Untersuchung, wobei schon Hinweise für eine Infektion gefunden werden können. Angeschwollene Lymphknoten oder Mandeln, Fieber und geröteter Rachen deuten darauf hin. Zur weiteren Diagnostik können Röntgenaufnahmen, Blutuntersuchungen oder Lungenspülungen gemacht werden.

Behandlung

Die Behandlung von Husten hängt von der Ursache ab, womit sie nur möglich ist, wenn der Auslöser bekannt ist.

Ist die Ursache eine leichte Erkältung, dann reicht es häufig schon aus Folgendes zu beachten:

  • Viel Ruhe zur Erholung

  • Keine Anstrengung, Kälte oder Nässe

  • Vermeidung von trockener Luft, da dies die Schleimhäute angreift (Wasserschale auf die Heizung stellen)

  • Stärkung des Immunsystems


Ist die Ursache ein schwererer Infekt, hängt die Behandlung maßgeblich davon ab und kann nur vom Tierarzt bestimmt werden. Schleim- und Hustenlöser können zur Behandlung der Symptome dienen. Bei bakteriellen Infekten können Antibiotika verschrieben werden. Zur Behandlung von chronischen Atemwegserkrankungen (z.B. Chronische Bronchitis) können zusätzlich entzündungshemmende und bronchialerweiternde Medikamente verabreicht werden.

Prävention

Zur Vorbeugung von Husten gibt es wegen der verschiedenen Ursachen nicht ein Patentrezept. Jedoch ist in jedem Fall die Stärkung des Immunsystems hilfreich. Viel Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind zu empfehlen. Es sollte außerdem darauf geachtet werden, dass der Hund Substanzen wie Rauch oder Starken Putzmitteln nicht ausgesetzt ist. 

Fazit

Husten ist häufig kein Grund zur Sorge. Wenn er jedoch länger als 2-3 Tage andauert, sollte der Hund einem Tierarzt vorgestellt werden. Durch genaues Beobachten des Tieres und des Hustens kann man die Art des Hustens einfach bestimmen und so die Ursache leichter feststellen. Die Behandlung hängt von der jeweiligen Ursache ab und muss mit dem Tierarzt abgesprochen werden.

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