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Katzenseuche - Ursachen, Symptome, Behandlung

Die Katzenseuche ist eine lebensbedrohliche Virusinfektion, die vor allem für umgeimpfte Katzen und Jungtiere gefährlich ist. Die Katzenkrankheit ist weltweit verbreitet. Mit einer wirksamen und gut verträglichen Impfung kannst du deinen Liebling schützen und die weitere Verbreitung der Infektion reduzieren. Alle Infos zu Symptomen, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten für Katzenseuche findest du hier.

1. Definition

Die Katzenseuche ist eine schwere ansteckende Virusinfektion. Die Erkrankung wird auch Panleukopenie, Agranulomatose, Katzenpest, Katzenstaupe, infektiöse Enteritis der Katzen, Panleucopenia infectiosa felis genannt. Sie ist eng verwandt mit der Parvovirose des Hundes, eine Übertragung von Katze zu Hunde (oder andersherum) ist jedoch nicht möglich.

Der Erreger kommt weltweit und in allen Katzenpopulationen vor. Befallen werden können alle Arten der Katze, einige Kleinbären und Nerze. Von der Krankheit betroffen sind vor allem junge Hauskatzen im Alter von drei bis fünf Monaten.

Schutz vor der Katzenkrankheit bietet nur eine Impfung.

2. Ursachen für Katzenseuche

Die Erreger “Feline Panleukopenieviren” (FPV) gehören zu einer Gattung der Parvoviren. Gefährlich sind Parvoviren besonders dadurch, dass sie sehr widerstandsfähig sind. Bei Zimmertemperatur können sie jahrelang überleben. Sie sind gegen Einfrieren, Austrocknen und übliche Desinfektionsmittel resistent. Lediglich hochwirksame Chemikalien wie Natriumhypochlorit, Formaldehyd und Glutaraldehyd, wirken effektiv gegen die Erreger.

Die direkte Übertragung der Parvoviren zwischen Katzen erfolgt durch Kontakt mit infiziertem Material, wie durch Kot, Urin oder Nasensekret verschmutztes Futter oder Trinknäpfe. Das Infektionsrisiko für Katzen in Tierheimen, Pensionen, Tierkliniken oder Freigängern ist natürlich höher. Doch auch Wohnungskatzen können sich infizieren: Über Schuhe, Kleidung und andere Gegenstände die Viren in die Wohnung geschleust werden und deine Katzen so infizieren. Deshalb empfiehlt sich selbst für Wohnungskatzen die Impfung. Auch eine indirekte Übertragung über Flöhe oder andere Insekten ist möglich. Selbst im Mutterleib können Feten infiziert werden, wenn die Katzenmutter nicht geimpft ist.

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Katzenseuche (Inkubationszeit) vergehen 3 - 12 Tage.

3. Symptome der Katzenseuche

An feliner Panleukopenie erkrankte Katzen fangen an ihr Futter und Trinken zu verweigern, wirken sehr müde und abgeschlagen. Weitere Symptome dieser Katzenkrankheit sind Durchfall, Erbrechen und hohem Fieber. Als Folge der Verweigerung der Nahrungsaufnahme und des häufigen Ausscheidens des Magen-Darm-Inhalts trocknen die Tiere aus.

Durch den Verlust weißer Blutkörperchen (Leukozytopenie) leiden die Katzen an einer Immunschwäche. Erkrankte Tiere können deshalb auch durch eine bakterielle Folgeinfektion sterben.

Beim akuten Verlauf der Katzenstaupe leidet die Katze an hohem Fieber, Bauchschmerzen, sowie Erbrechen und flüssigem (blutigem) Durchfall. Das Tier zeigt sich außerdem sehr apathisch und abgeschlagen und verweigert die Nahrungsaufnahme.

Bei einem subakutem Verlauf der Katzenkrankheit können die Symptome weniger stark ausgeprägt sein. Der Durchfall kann jedoch chronisch werden, sodass er sich nicht mehr behandeln lässt.

Beim perakuten Verlauf der Parvovirus-Infektion treten keine Krankheitssymptome bei der Katze auf und der plötzliche Tod tritt innerhalb weniger Stunden ein.

Checkliste: Wann braucht deine Katze deinen Tierarzt?

Wenn deine Katze mehrere der folgenden Symptome aufweist, besteht ein Verdacht auf Katzenseuche. Beim ersten Verdacht auf diese Krankheit solltest du deine Katze ärztlich untersuchen lassen!

  • Futterverweigerung
  • Apathie / Abgeschlagenheit
  • Erbrechen und/oder Durchfall
  • Fieber
  • Stumpfes Fell

4. Diagnosemöglichkeiten für die Katzenseuche

Besteht der Verdacht auf Erkrankung durch den Feline Panleukopenievirus, sollte das Tier so schnell wie möglich ärztlich untersucht werden. 

Eine Verdachtsdiagnose kann durch fehlende Impfung, Alter und die typischen Symptome erfolgen. Weil die Symptome aber auch auf andere Katzenkrankheiten wie Toxoplasmose oder den felinen Coronavirus hindeuten kann, muss durch verschiedene Tests eine gesicherte Diagnose gestellt werden. Deine Katze wird also intensiv untersucht werden:

Die Viren können durch eine Kotuntersuchung nachgewiesen werden. Durch eine Blutuntersuchung kann die Verringerung der weißen Blutkörperchen festgestellt werden (Leukopenie), welche mit der Katzenseuche einhergeht. 

5. Behandlung für Katzenseuche

An feliner Panleukopenie erkrankte Katzen müssen möglichst schnell behandelt und stabilisiert werden. Um die Katze vor dem Austrocknen zu schützen und wieder Flüssigkeit zuzuführen, wird sie mit elektrolythaltigen Infusionen versorgt. Gegen Erbrechen und Durchfall können krampflösende Mittel, Medikamente und Schmerzmittel verordnet werden.

Gegen zusätzliche bakterielle Infektionen des Tieres schützen Breitbrand-Antibiotika. Bei akutem Verlauf der Katzenseuche verordnet der Tierarzt auch Interferone, um die Entwicklung der Parvoviren zu hemmen. In besonders schweren Krankheitsfällen der Erkrankung kann eine Bluttransfusion für die Katze nötig sein.

Als Katzenbesitzer solltest du deinen Schützling intensiv pflegen, reinigen und füttern. Die Behandlung kann sehr langwierig und anstrengend sein - weshalb die Erkrankung durch eine Impfung der Katze verhindert präventiv werden sollte.

6. Prognose für Katzenseuche

Grundsätzlich können an Katzenseuche erkrankte Tiere geheilt werden. Die besten Überlebenschancen bestehen, wenn die Katze möglichst schnell von einem Tierarzt behandelt wird. Doch vor allem für junge, kranke und ungeimpfte Katzen im Alter von 6 bis 16 Wochen kann die Erkrankung tödlich enden. Bei erwachsenen, gut genährten Tieren treten in der Regel nur leichte Symptome auf. Jedoch kann eine Infektion mit dem Virus bei erwachsenen Katzen das Immunsystem soweit schwächen, dass andere Krankheiten begünstigt werden.

Wenn eine Katze die ersten 5 Tage der Katzenseuche überlebt, erhöhen sich die Chancen deutlich, dass sich das Tier von der Krankheit wieder erholt. Die Gefahr ist, dass erkrankte Jungtiere die Infektion überleben und wieder gesund werden, jedoch ihr Leben lang an den Folgeschäden der Katzenstaupe leiden (Blindheit, Koordinationsschwierigkeiten).

7. Prävention: Wie kann ich meine Katze schützen?

Lass es gar nicht erst zu einer Infektion mit dem Parvovirus kommen und schütze deine Katze vor der Katzenstaupe! Aufgrund des Übertragungsweges der Viren ist der wirksamste Schutz gegen die schwere Erkrankung die vorbeugende Impfung. In Kombination mit der Impfung gegen den Katzenschnupfen gehört der immunisierende Schutz zur Grundimmunisierung von jungen Katzen.

Der Impfschutz kann bei korrekter Durchführung eine lebenslange Immunität gegen die Katzenseuche gewährleisten. Die erste prophylaktische Impfung wird nach einem Monat und in der Folge jährlich aufgefrischt.

Um unnötige Injektionen zu vermeiden, solltest du von deinem Tierarzt einen individuellen Impfplan ausarbeiten lassen. Mit der felmo App hast du alle nötigen Impfungen jederzeit im Blick und wirst an die nächsten Impfungen erinnert. So ist deine Katze immer rundum geschützt. 

7. Fazit

Die einzige Möglichkeit, deine Katze gegen die Katzenseuche zu schützen, ist die Impfung. Weil das Virus überall vorkommt und sehr widerstandsfähig ist, ist die Parvovirose-Impfung bei Hunden und Katzen vorgeschrieben. Weist deine Katze mehrere der Symptome auf und ist nicht geimpft worden, solltest du so schnell wie möglich einen Tierarzt kontaktieren!

Diese Seiten dienen lediglich der Informationen und ersetzen keine Untersuchung durch einen Tierarzt! Wir stehen dir am Telefon, im Chat oder per E-Mail gerne zur Beratung zur Verfügung. Du kannst auch direkt online einen Termin vereinbaren! 

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