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Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) beim Hund

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1. Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion bei Hunden?

Die klassische Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) ist eine häufige Hormonerkrankung, die vor allem bei älteren Hunden vorkommt. Eine Schilddrüsenunterfunktion entwickelt sich meist über mehrere Monate bis Jahre, ehe sie bemerkt wird. Das liegt daran, dass die Symptome besonders zu Beginn der Krankheit, aber auch im späteren Verlauf sehr unspezifisch sein können. Meist ist die die Unterfunktion der Schilddrüse die Folge einer chronischen Entzündung, welche dazu geführt hat, dass aktives Gewebe durch Bindegewebe ersetzt wurde. Sehr selten kann auch ein Tumor die Ursache für diese Erkrankung sein.

Seltener ist es die autoimmun bedingte Erkrankung, die auch bei jungen Hunden schon diagnostiziert werden kann. Hierbei kommt es aber auch zu einer Entzündung der Schilddrüse und ebenfalls zu einer Reduktion des aktiven Gewebes.

2. Was macht die Schilddrüse?

In der Schilddrüse werden die Schilddrüsenhormone von deinem Hund gebildet. Dies sind wichtige Botenstoffe und Bestandteile des hormonellen Regelkreises.

Sie steuern fast alle wichtigen Körperfunktionen: Sie wirken auf Herz und Kreislauf, erweitern die Blutgefäße, beschleunigen den Herzschlag und regeln den Blutdruck. Sie aktivieren aber auch den Fett- und Bindegewebsstoffwechsel, die Schweiß- und Talgdrüsen der Haut und die Nieren- und Darmtätigkeit.

Außerdem sind die Schilddrüsenhormone für viele Wachstumsprozesse verantwortlich. Schilddrüsenhormone wirken z.B. auf das Körpergewicht, die Insulinproduktion, die Cholesterinwerte, die Gehirnaktivität, die Psyche, die Muskelkraft oder auch die Verdauung.

Die zwei bekanntesten Hormone, die in der Schilddrüse gebildet werden, heißen Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Nur ein geringer Anteil liegt als freies, also "ungebundenes Hormon" vor. Man spricht dann von freiem T3 und freiem T4. Die freien Hormone sind die einzigen, die auf den Stoffwechsel einwirken. Darüber hinaus wird in der Schilddrüse noch das Hormon Kalzitonin gebildet. Dieser Botenstoff beeinflusst z.B. den Calcium- und Knochenstoffwechsel.

3. Symptome bei einer Schilddrüsenunterfunktion

Die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion sind oft uneindeutig, weshalb es schwer ist, die Krankheit zu erkennen und frühzeitig zu behandeln. Zu Beginn der Erkrankung können Verhaltensauffälligkeiten wie Interesselosigkeit, Zwangshandlungen, Aufmerksamkeitsdefizite oder Nervosität auftreten. Erst im weiteren Verlauf zeigen sich deutliche, körperliche Symptome.

Auch ein trauriger Gesichtsausdruck mit hängenden Augenlidern, eine schlechte Wundheilung oder unablässiges Winseln können für eine Erkrankung sprechen. Infolge einer Schilddrüsenunterfunktion treten selten auch Veränderungen des Fortpflanzungs- und Nervensystems auf. Wie du siehst, ist die Schilddrüsenunterfunktion durch ihre vielen verschiedenen Symptome nicht leicht zu erkennen. Deshalb ist es wichtig, dass du bei Auftreten eines oder mehrerer der genannten Symptome einen Tierarzt kontaktierst, um die Ursache herauszufinden und deinen Hund ggf. behandeln zu lassen. Denn je früher die Schilddrüsenunterfunktion erkannt und behandelt wird, umso weniger muss dein Vierbeiner leiden. 

Checkliste: Bei welchen Symptomen brauchst du einen Tierarzt?
Bei folgenden Symptomen solltest du spätestens deinen Hund von einem Tierarzt untersuchen lassen:
  • Gewichtszunahme
  • Kälteintoleranz
  • Müdigkeit
  • Teilnahmslosigkeit
  • Hautveränderungen (z.B. schuppige Haut)
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4. Diagnose der Schilddrüsenunterfunktion

Da eine Schilddrüsenunterfunktion häufig bei älteren Hunden vorkommt, sollte bei diesen eine regelmäßige Kontrolle des Schilddrüsen-Wertes T4 im Blut als Teil der Vorsorgeuntersuchung stattfinden. Wird die Schilddrüsenunterfunktion nicht durch eine Routineuntersuchung entdeckt, solltest du deinen Hund beim Feststellen der oben genannten Symptome einem Tierarzt vorstellen. Dieser wird dich im Zuge der Untersuchung der Schilddrüse gründlich zu den bestehenden Symptomen und Verhaltensauffälligkeiten befragen.

Anschließend wird deiner Fellnase Blut entnommen, um durch eine Blutuntersuchung mehr zu erfahren. Hier wird mindestens der Wert des Schilddrüsenhormons T4, manchmal auch weiterer Schilddrüsenwerte zu kontrolliert. TSH zum Beispiel wird von der Hirnanhangsdrüse ausgeschüttet, um die Schilddrüsenhormonproduktion anzuregen. Entsprechend weist das klassische Blutbild bei einer Schilddrüsenunterfunktion häufig einen niedrigen T4-Wert und einen erhöhten TSH-Wert auf. Jedoch ist diese Diagnose nicht immer eindeutig, da im späteren Verlauf der Erkrankung auch der TSH-Wert wieder abnimmt.

5. Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion

Die Prognose für ein Leben mit einer Schilddrüsenunterfunktion ist bei Hunden mit richtiger medikamentöser Einstellung sehr gut. Die Symptome verschwinden bei regelmäßigen Kontrollen i.d.R. vollständig. Dazu ist eine lebenslange Behandlung mit künstlichen Schilddrüsenhormonen notwendig. Diese Hormone gibt es zur Zeit als Tabletten oder auch als Flüssigkeit. Die meisten Präparate werden 2x täglich verabreicht. Sechs Wochen nachdem mit der Therapie begonnen wurde, müssen die Schilddrüsenwerte vier bis sechs Stunden nach der Medikamenteneinnahme durch eine Blutuntersuchung kontrolliert werden.

Wenn dein Hund gut eingestellt ist, finden ein- bis zweimal jährlich Kontrollen der Schilddrüsenhormone statt. Bis die Symptome deines Lieblings vollständig verschwunden sind, kann es mehrere Wochen bis Monate dauern. Häufig ist aber schon nach ein bis zwei Wochen festzustellen, dass es den Vierbeinern besser geht. Nach acht Wochen zeigt sich meist auch ein beginnender Gewichtsverlust.

Bei Hunden mit neurologischen Problemen, die auf der Schilddrüsenunterfunktion beruhen, braucht es häufig eine etwas längere Zeit, damit sich eine deutliche Besserung einstellt. Es kann vorkommen, dass krankhafte Hautveränderungen zu Beginn der Therapie der Schilddrüse schlimmer werden. In einem solchen Fall kann manchmal eine Veränderung der Dosierung, oder auch die Umstellung auf ein anderes Präparat erforderlich sein.

6. Prognose bei einer Schilddrüsenunterfunktion

Wenn dein Hund medikamentös richtig eingestellt ist, kann er ein normales Leben führen. Wird dies jedoch unterschätzt und vernachlässigt, können enorme gesundheitliche und verhaltensauffällige Probleme entstehen. Die Untersuchung und Therapie der Schilddrüse durch einen Tierarzt ist deshalb enorm wichtig. In unserer Tierarztpraxis gibt es Tierärzt:innen, die auf Hormonprobleme und Schilddrüse spezialisiert sind.

In unserem Ratgeber beantwortet unsere felmo Tierärztin 5 Fragen zur Schilddrüsenunterfunktion.

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