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Coronavirus bei Katzen: Ursachen, Symptome, Behandlung

Kann meine Katze Corona bekommen? Und kann meine Katze mich mit dem Coronavirus anstecken? Natürlich stellen wir als Katzen-Eltern uns diese Frage!

Hier findest du alle aktuellen Informationen zu Corona bei Katzen (COVID-19), unser Corona-FAQ und Infos zum Corona-Test für deine Katze.

Allgemein sind Coronaviren bei Katzen keine Seltenheit: Hier erfährst du, was es mit dem Felinen Coronavirus (FCoV) auf sich hat und was der Unterschied zu COVID-19 ist. Die durch das Virus verursachte Infektionskrankheit Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) ist die häufigste Todesursache bei Katzen weltweit.

Doch wie äußert sich Corona bei Katzen?

Wenn die Katze Corona hat, verhält es sich ähnlich wie beim Menschen: Manche haben milde bis gar keine Symptome und manche leiden unter Husten, Erbrechen, Durchfall, und manche haben eine flache Atmung und Appetitlosigkeit.

COVID-19: Corona bei Katzen

Das weltweite Verständnis von COVID-19 entwickelt sich stetig weiter, da laufend daran geforscht wird. Die Expert:innen sind sich einig, dass die Hauptübertragung des Coronavirus (SARS-CoV) von Mensch zu Mensch stattfindet. Anders ist es bei dem Felinen Coronavirus.

Mehr Informationen dazu, wie du mit der Corona-Situation als Katzenmama oder -papa am besten umgehst, findest du in unserem Corona-FAQ. Aktuelle Studien zu diesem Thema findest du außerdem auf der Website des Friedrich-Loeffler-Institut (FLI).

  • Schon im Jahr 2020 wurden einige seltene, isolierte Fälle von Corona-Infektionen bei Katzen festgestellt. In diesen Fällen hatten die Tiere sehr engen Kontakt mit einem Corona infizierten Menschen. Dies belegt, dass eine Übertragung von Mensch auf Haustier möglich ist. Es gibt aber keine Belege dafür, dass Katzen bei der Übertragung von Corona auf den Menschen eine Rolle spielen. Wurde bei dir Corona diagnostiziert und du machst dir Sorgen um deine Katze? In unserem Test kannst du herausfinden, ob ein COVID-19-Test für dein Haustier Sinn macht.

  • Wir lernen noch immer über dieses Virus, aber es scheint, dass es sich in einigen Situationen von Menschen auf Katzen übertragen kann. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es aber keine Hinweise darauf, dass Katze bei der Verbreitung des Virus eine wesentliche Rolle spielen.

    Auf der Grundlage der bisher verfügbaren begrenzten Informationen wird das Risiko, dass Katzen COVID-19 auf den Menschen übertragen, als gering eingestuft.

    Es sind jedoch weitere Studien erforderlich, um zu verstehen, ob und wie verschiedene Tiere von COVID-19 betroffen sein könnten.

    Da Katzen jedoch manchmal andere Keime in sich tragen können, die Menschen krank machen können, ist es immer eine gute Idee, in der Nähe von Haustieren und anderen Tieren gesunde Gewohnheiten zu praktizieren, einschließlich Händewaschen vor und nach dem Umgang mit ihnen.

  • Im Versuchsumfeld konnten sich Katzen mit dem aktuellen Coronavirus infizieren und andere Tiere anstecken. Der Krankheitsverlauf ist bei Katzen allerdings viel kürzer und weniger gefährlich, als bei Menschen. Im Falle einer Infektion mit SARS-CoV-2 zeigen sie meist keine oder nur leichte Symptome: Leichte Atemwegsbeschwerden, Fieber und in einigen Fällen Magen-Darm-Beschwerden. Aber keine Sorge! Wenn deine Katze eine Atemwegssymptomatik zeigt, ist es viel wahrscheinlicher, dass eine andere, häufigere Infektion vorliegt und nicht COVID-19.

  • Wenn du an COVID-19 erkrankt bist (entweder vermutet oder durch einen Test bestätigt), solltest du den Kontakt mit Vierbeinern genauso einschränken, wie du es auch mit Zweibeinern tun würdest. Bis wir mehr über dieses Virus wissen, sollten Menschen, die an COVID-19 erkrankt sind, den Kontakt mit Haustieren und anderen Tieren vermeiden.

    Wenn möglich, lass deine Katze von einem Freund oder Familienmitglied pflegen, während du krank bist.

    Auch wenn es schwer fällt: Vermeide den Kontakt mit deinem Haustier, einschließlich Streicheln, Kuscheln, geküsst oder geleckt werden, Futter teilen und im selben Bett schlafen.

    Wenn du dich während deiner Krankheit um deine Katze kümmern oder dich in der Nähe aufhalten musst, trage eine Maske und wasch dir vor und nach dem Umgang mit deiner Katze die Hände.

  • Behandle deine Katze so, wie du andere menschliche Familienmitglieder behandeln würdest – lass deine Haustiere nicht mit Menschen außerhalb des Haushalts interagieren.

    Wenn eine Person innerhalb des Haushalts krank wird, isoliere diese Person von allen anderen, auch von Haustieren.

  • Wenn du an COVID-19 erkrankt bist und dein Haustier krank wird, bring dein Haustier nicht selbst in die Tierklinik. Schreibe uns im felmo Chat und teile uns mit, dass du an COVID-19 erkrankt bist. In diesem Fall bieten wir telemedizinische Beratungen und den Tierarzt-Chat an. Gemeinsam können wir versuchen mit dir eine Lösung zu finden.

  • Da eine geringe Gefahr besteht, dass Menschen mit COVID-19 das Virus auf Tiere übertragen können, wird empfohlen, dass Haustierbesitzer während des Lock-Downs die Interaktion ihres Haustiers mit Menschen außerhalb ihres Haushalts einschränken.

    • Halte deine Katzen wenn möglich im Haus und lass sie nicht frei draußen herumlaufen.

    • Vermeide öffentliche Orte, an denen sich eine große Anzahl von Menschen versammelt.

    • Setze deinem Haustier keine Maske auf. Masken könnten deinem Haustier schaden.

    Es gibt keine Anzeichen dafür, dass das Virus über die Haut, das Fell oder die Haare von Haustieren auf Menschen übertragen werden kann. Wasche oder bade dein Haustier nicht mit chemischen Desinfektionsmitteln, Alkohol, Wasserstoffperoxid oder anderen Produkten wie Handdesinfektionsmitteln, Reinigungstüchern oder anderen Industrie- oder Oberflächenreinigern. Wenn du Fragen zu geeigneten Produkten zum Baden oder Reinigen deines Haustiers hast, kannst du uns jederzeit kontaktieren.

    Sprich bitte auch mit uns, wenn dein Haustier krank wird oder wenn du Bedenken bezüglich der Gesundheit deines Haustiers hast.

Covid-19 Check

Ist es sinnvoll einen Covid-19 Test für deine Katze zu machen?

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Was ist das Feline Coronavirus?

Das feline Coronavirus (FCoV) ist bei Katzen weltweit verbreitet und es befällt nur katzenartige Tiere. Es kann zu dem gefährlichen FIP-Virus mutieren und so die Infektionskrankheit Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) verursachen. Bei dem felinen Coronavirus handelt es sich nicht um COVID-19.

Was ist der Unterschied zu COVID-19?

Sowohl das Feline Coronavirus (FCoV) als auch das menschliche Coronavirus (SARS-CoV) gehören zur Familie der Coronaviridae. Vertreter dieser Virusfamilie können bei verschiedenen Tieren und Menschen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen. So gehören die Coronaviren bei der Katze und dem Hund zu den Alphacoronaviren, SARS-CoV-2 hingegen zu den Betacoronaviren. Normalerweise infizieren einzelne Arten der Coronaviren nur Infektionen bei einer Art von Wirt. So infiziert das feline Coronavirus nur Katzen und das canine Coronavirus nur Hunde. Während die aktuelle COVID-19-Pandemie für Katzen ungefährlich ist und auch von Menschen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, keine Gefahr für Katzen ausgeht, ist die durch das feline Coronavirus verursachte Erkrankung FIP eine der häufigsten Todesursachen für Katzen.

Katze Coronavirus
Katze Coronavirus

Wie wird das Feline Coronavirus zu FIP?

Der Erreger der Felinen Infektiösen Peritonitis ist das FIP-Virus. Bei diesem FIP-Virus handelt es sich um ein mutiertes felines Coronavirus.

Verbreitung des Felinen Coronavirus bei Katzen

Die Ansteckung mit felinen Coronaviren erfolgt nach der Übertragung der Erreger durch Kontakt mit Kot, Speichel oder Nasensekret einer infizierten Katze. Außerdem können die Viren auch direkt von Katze zu Katze über Maul und Nase übertragen werden. Noch gefährlicher wird es dadurch, dass feline Coronaviren bis zu 7 Tage außerhalb des Wirtskörpers überleben können. So können kontaminierte Gegenstände oder auch Menschen das Virus auf ihren vierbeinigen Liebling übertragen.

Was tun, wenn die Katze Corona hat?

Wenn deine Katze Corona hat, kann sie die typischen Anzeichen zeigen wie die laufende Nase und Husten. Auch hier sollten Hygienemaßnahmen ergriffen werden: Näpfe heiß auswaschen, Katzenklo sauber halten und selbst oft genug Händewaschen. Freigänger sollten in dieser Zeit im Haus bleiben, da es sich um eine Infektionskrankheit handelt und andere Katzen angesteckt werden können.

Gefahr des Coronavirus bei Katzen

Die Übertragung von felinen Coronaviren wird begünstigt, wenn viele Katzen auf engem Raum leben. In Tierheimen, Tierpensionen, Katzenzuchten oder Haushalten mit mehreren Katzen ist das Infektionsrisiko für die Katze dementsprechend höher. Vor allem junge Tiere sind gefährdet, denn über die Hälfte der mit FIP erkrankten Katzen sind weniger als ein Jahr alt.

Wie gefährlich ist Corona für Katzen?

Eine Ansteckung mit dem Coronavirus bedeutet nicht gleich eine akute Erkrankung mit FIP. In den meisten Fällen verläuft eine Corona-Infektion harmlos und verursacht höchstens Durchfall bei der Katze oder erhöhte Temperatur. Häufig zeigt eine mit Corona infizierte Katze keine Krankheitssymptome, scheidet den Erreger aber trotzdem aus und kann andere Tiere damit anstecken.

Die Gefahr für die Katze entsteht durch die Mutation des felinen Coronavirus zum eigentlichen FIP-Virus. Die Mutation kann Tage, Wochen oder auch Jahre nach der Infektion stattfinden. Ob es zur Mutation kommt, wird durch das Alter, das Immunsystem, die Gene, Stress, andere Erkrankungen sowie die Aggressivität des Infektionsstammes beeinflusst.

Ausprägungen der FIP

Durch die Mutation bricht die Feline Infektiöse Peritonitis bei der Katze aus. FIP kann verschiedene körperliche Ausprägungen haben.

  • Im Falle der feuchten FIP sammelt sich Flüssigkeit im Bauchraum oder im Brustraum der Katze.

  • Bei der trockenen FIP tritt keine Flüssigkeitsansammlung auf, stattdessen verändert sich das Gewebe in Lunge, Augen Gehirn oder der Haut der Katze.

  • Außerdem können Mischformen dieser Ausprägungen auftreten.

Symptome bei FIP

Die Symptome bei einer Erkrankung mit FIP variieren sehr stark, je nachdem welche Organe des Tieres betroffen sind. Je nach Ausprägung und Geschwindigkeit der Mutation der felinen Coronaviren kann es unterschiedliche Symptome geben:

Alle Symptome KÖNNEN auf FIP hinweisen, müssen aber nicht. Andere Krankheiten sollten immer ausgeschlossen werden, bevor FIP diagnostiziert wird. Wenn deine Katze mehrere dieser Symptome zeigt und die Katze Fieber hat, solltest du schnell einen Tierarzt rufen!

Diagnose von FIP

Die Diagnose von Feliner Infektiöser Peritonitis bei Katzen gestaltet sich sehr schwierig, da es keinen eindeutigen Test gibt. Die meisten Standardtests weisen lediglich das harmlose feline Coronavirus nach, nicht jedoch die gefährliche, gefährlich mutierte Variante. So kann mit dem Test nicht zwischen der harmlosen Variante und dem tödlichen FIP-Erreger unterschieden werden. Als weitere Tests können die “Rivalta-Probe”, Nachweis von Corona-Antikörpern, oder der Nachweis von angesammelter Flüssigkeit im Bauch- oder Brustraum können zusätzlich gemacht werden, um Katzen FIP zu diagnostizieren. 


Um FIP bei Katzen sicher diagnostizieren zu können, müssen Testmethoden, Laborergebnisse und vorhandene Symptome vom Tierarzt kombiniert analysiert werden. Denn alle Symptome und Laborbefunde können auch bei anderen Erkrankungen auftreten. Sie müssen jedoch nicht bei einer Erkrankung mit FIP auftreten. Gelten bestimmte Grundvoraussetzungen bei der Katze (junges Alter, schwaches Immunsystem, Stress, viele Katzen im Umfeld), ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es sich um FIP handelt. Treten dann noch mehrere der Symptome und Laborveränderungen zusammen auf, ist die Diagnose FIP mit großer Sicherheit zu stellen.

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Braucht deine Fellnase einen Tierarzt?

Weist deine Katze eines oder mehrere der folgenden Symptome des felinen Coronavirus' auf, solltest du unbedingt eine Tierärztin bzw. einen Tierarzt verständigen:

  • Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Vergrößerter Bauchumfang
  • Atemnot
  • Gelbsucht
  • Durchfall

Behandlung von FIP

Wenn eine Katze an FIP erkrankt ist, sehen die Überlebenschancen sehr schlecht aus. Leider führt eine Mutation des Coronavirus und damit FIP-Erkrankung immer zum Tod der Katze. Es gibt noch keine wirksamen Medikamente gegen die Erkrankung, lediglich symptomatische Behandlungen wie Antibiotika, Fiebersenker und Kortikosteroide können vorgenommen werden. Da es sich bei FIP um keine bakterielle Infektion handelt, können Antibiotika nicht helfen. Bei manchen Tieren kann die Krankheit so aufgehalten und das Leben der Katze verlängert werden.

Prävention: Wie du deine Katze gegen felines Corona schützen kannst

Aufgrund der Schwere der FIP-Erkrankung ist es umso wichtiger, deinen Liebling gut gegen die Mutation des felinen Coronavirus zu schützen.

Die Impfung gegen das feline Coronavirus

Du kannst deine Katze inzwischen gegen Corona und damit auch FIP impfen lassen. Die FIP-Impfung ist jedoch stark umstritten: Es gibt Studien, die darauf hinweisen, dass das Virus mit Impfung eventuell sogar eher mutiert als ohne. Deshalb wird sie nicht von der STIKO und dementsprechend auch nicht von uns empfohlen. Die Impfung vom Tierarzt wird als Tropfen in die Nase getröpfelt und löst so direkt am Eintrittsort Immunität aus. So soll die Aufnahme des Coronavirus verhindert werden. Ab der 16. Lebenswoche kann eine Katze gegen FIP geimpft werden. Wichtig ist jedoch, dass das Tier vorher noch nicht mit dem Coronavirus infiziert ist.

Die Mutation des Coronavirus verhindern

Wird die Katze positiv auf Corona getestet, macht eine Impfung sowieso keinen Sinn mehr. In diesem Fall solltest du gut für deine Katze sorgen, um eine Mutation des Virus zu verhindern! Es sollte versucht werden, die Aufnahme von Kot zu beschränken oder zu verhindern, weil die Hauptübertragung mit Kot- und Kotstaub stattfindet. Mit steigender Menge und Häufigkeit, mit der Katzen Corona-Viren aufnehmen, steigt auch die Gefahr der Mutation des Virus. Halte deshalb das Katzenklo so sauber wie möglich. Um hier entsprechende Maßnahmen zu treffen, berät dich außerdem dein Haustierarzt.

Wenn du eine nicht-infizierte Katze im Haus hast, solltest du jeden Neuzugang vor dem ersten Kontakt auf Corona testen lassen und nur negativ getestete Tiere bei dir aufnehmen.

Wenn deine Katze an FIP gestorben ist, solltest du alles extrem gründlich reinigen und mindestens 3 Monate lang warten, bis du eine neue Katze aufnimmst!

Wie du deine Katze gegen felines Corona und FIP schützen kannst

  • Neue/junge Katzen auf Corona testen

  • Katzenklo immer sauber halten

  • Jede Katze sollte ein eigenes Klo haben

  • Keine neue Katze anschaffen, wenn deine Katze corona-positiv ist

Fazit

Wenn deine Katze krank ist oder eine erhöhte Körpertemperatur aufweist, solltest du in jedem Fall einen Tierarzt rufen. Die Hauptsymptome von FIP (wie Fieber, Appetitlosigkeit, Apathie) können auch bei anderen Erkrankungen auftreten, die tierärztliche Behandlung benötigen. Wenn deine Katze jung ist, hohes Fieber hat und/oder einen vergrößerten Bauchumfang hat, besteht ein Verdacht auf FIP. Wenn eine neue Katze in eine Corona freie Katzenfamilie aufgenommen wird, sollte sie vor dem ersten Kontakt auf FIP getestet werden.

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Braucht deine Fellnase einen Tierarzt?

Weist deine Katze eines oder mehrere der folgenden Symptome des felinen Coronavirus' auf, solltest du eine Tierärztin bzw. einen Tierarzt verständigen:

  • Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Vergrößerter Bauchumfang
  • Atemnot
  • Gelbsucht
  • Durchfall