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Coronavirus bei der Katze - Ursachen, Symptome, Behandlung

Kann meine Katze Corona bekommen? Und kann meine Katze mich mit dem Coronavirus anstecken? Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ist von Mensch zu Mensch √ľbertragbar. F√ľr eine Gef√§hrdung unserer Haustiere durch die Corona-Infektion COVID-19 gibt es bisher keinen Beweis. Testen lassen kannst du deine Katze an der Freien Universit√§t Berlin.

Coronaviren sind bei Katzen keine Seltenheit: Das Feline Coronavirus (FCoV) ist weit verbreitet und befällt ausschließlich Katzen (auch genannt: Felidae). Diese Viren können Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) hervorrufen, eine schwere Infektionskrankheit und die häufigste Todesursache bei Katzen weltweit.

Hier erf√§hrst du, wie du deine Katze gegen eine Infektion mit Coronaviren sch√ľtzen kannst und was du im Falle einer Erkrankung mit FIP tun kannst.

Alle Infos zum Felinen Coronavirus (FIP) bei der Katze im felmo Ratgeber

Alle Infos zum Felinen Coronavirus (FIP) bei der Katze im felmo Ratgeber

Definition

Feline Infekti√∂se Peritonitis (FIP) bei Katzen ist eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit, die durch den felinen Coronavirus hervorgerufen wird. Dieser Coronavirus bef√§llt nur katzenartige Tiere und kann zu dem gef√§hrlichen FIP-Virus mutieren. Diese Krankheit ist eine der h√§ufigsten Todesursachen f√ľr Katzen.

Ursachen

Der Erreger der Felinen Infektiösen Peritonitis ist der FIP-Virus. Bei diesem Virus handelt es sich um einen mutierten Coronavirus.

Verbreitung des Coronavirus bei Katzen

Die Ansteckung mit Coronaviren erfolgt nach der √úbertragung der Erreger durch Kontakt mit Kot, Speichel oder Nasensekret einer infizierten Katze. Au√üerdem k√∂nnen die Viren auch direkt von Katze zu Katze √ľber Maul und Nase √ľbertragen werden. Noch gef√§hrlicher wird es dadurch, dass feline Coronaviren bis zu 7 Tage au√üerhalb des Wirtsk√∂rpers √ľberleben k√∂nnen. So k√∂nnen kontaminierte Gegenst√§nde oder auch Menschen das Virus auf ihren vierbeinigen Liebling √ľbertragen.

Die √úbertragung von Coronaviren wird beg√ľnstigt, wenn viele Katzen auf engem Raum leben. In Tierheimen, Tierpensionen, Katzenzuchten oder Haushalten mit mehreren Katzen ist das Infektionsrisiko f√ľr die Katze dementsprechend h√∂her. Vor allem junge Tiere sind gef√§hrdet, denn √ľber die H√§lfte der mit FIP erkrankten Katzen sind weniger als ein Jahr alt.

Gefahr des Coronavirus bei Katzen

Eine Ansteckung mit dem Coronavirus bedeutet nicht gleich eine akute Erkrankung mit FIP. In den meisten Fällen verläuft eine Corona-Infektion harmlos und verursacht höchstens Durchfall oder erhöhte Temperatur. Häufig zeigt eine Corona-infizierte Katze keine Krankheitssymptome, scheidet den Erreger aber trotzdem aus und kann andere Tiere damit anstecken.

Die Gefahr f√ľr die Katze entsteht durch die Mutation des Coronavirus zum eigentlichen FIP-Virus. Die Mutation kann Tage, Wochen oder auch Jahre nach der Infektion stattfinden. Ob es zur Mutation kommt, wird durch das Alter, das Immunsystem, die Gene, Stress, andere Erkrankungen sowie die Aggressivit√§t des Infektionsstammes beeinflusst.

Durch die Mutation bricht die Feline Infekti√∂se Peritonitis bei der Katze aus. FIP kann verschiedene k√∂rperliche Auspr√§gungen haben. Im Falle der feuchten FIP sammelt sich Fl√ľssigkeit im Bauchraum oder im Brustraum der Katze. Bei der trockenen FIP tritt keine Fl√ľssigkeitsansammlung auf, stattdessen ver√§ndert sich das Gewebe in Lunge, Augen Gehirn oder der Haut der Katze. Au√üerdem k√∂nnen Mischformen dieser Auspr√§gungen auftreten.

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Symptome bei FIP

Die Symptome bei einer Erkrankung mit FIP variieren sehr stark, je nachdem welche Organe des Tieres betroffen sind. Je nach Ausprägung und Geschwindigkeit der Mutation der Coronaviren kann es unterschiedliche Symptome geben:

  • Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Apathie
  • vergr√∂√üerter Bauchumfang
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Augenentz√ľndungen
  • Atemnot
  • Gelbsucht

Alle Symptome K√ĖNNEN auf FIP hinweisen, m√ľssen aber nicht. Andere Krankheiten sollten immer ausgeschlossen werden, bevor FIP diagnostiziert wird. Wenn deine Katze mehrere dieser Symptome zeigt, solltest du schnell einen Tierarzt rufen!

Diagnose von FIP

Die Diagnose von Feliner Infekti√∂ser Peritonitis bei Katzen gestaltet sich sehr schwierig, da es keinen eindeutigen Test gibt. Die meisten Standardtests weisen lediglich das harmlose feline Coronavirus nach, nicht jedoch die gef√§hrliche, mutierte Variante. So kann mit dem Test nicht zwischen der harmlosen Variante und dem t√∂dlichen FIP-Erreger unterschieden werden. Als weitere Tests k√∂nnen die ‚ÄúRivalta-Probe‚ÄĚ, Nachweis von Corona-Antik√∂rpern, oder der Nachweis von angesammelter Fl√ľssigkeit in Bauch- oder Brustraum gemacht werden.

Um FIP bei Katzen sicher diagnostizieren zu k√∂nnen, m√ľssen Testmethoden, Laborergebnisse und vorhandene Symptome vom Tierarzt kombiniert analysiert werden. Denn alle Symptome und Laborbefunde k√∂nnen auch bei anderen Erkrankungen auftreten. Sie m√ľssen jedoch nicht bei einer Erkrankung mit FIP auftreten. Gelten bestimmte Grundvoraussetzungen bei der Katze (junges Alter, schwaches Immunsystem, Stress, viele Katzen im Umfeld), ist die Wahrscheinlichkeit h√∂her, dass es sich um FIP handelt. Treten dann noch mehrere der Symptome und Laborver√§nderungen zusammen auf, ist die Diagnose FIP mit gro√üer Sicherheit zu stellen.

Behandlung von FIP

Wenn eine Katze an FIP erkrankt ist, sehen die √úberlebenschancen sehr schlecht aus. Leider f√ľhrt eine Mutation des Coronavirus und damit FIP-Erkrankung immer zum Tod der Katze. Es gibt noch keine wirksamen Medikamente gegen die Erkrankung, lediglich symptomatische Behandlungen wie Antibiotika, Fiebersenker und Kortikosteroide k√∂nnen vorgenommen werden. Bei manchen Tieren kann die Krankheit so aufgehalten und das Leben der Katze verl√§ngert werden. Im Schnitt lebt eine Katze nach der Mutation des Coronavirus und der Erkrankung an FIP nur noch 9 Tage.

Umso wichtiger ist es also deinen Liebling gegen den Coronavirus zu sch√ľtzen!

Pr√§vention: Wie du deine Katze gegen Corona sch√ľtzen kannst

Du kannst deine Katze gegen Corona und damit auch FIP impfen lassen. Die Impfung wird als Tropfen in die Nase getröpfelt und löst so direkt am Eintrittsort Immunität aus. So kann die Aufnahme des Coronavirus verhindert werden.

Ab der 16. Lebenswoche kann eine Katze gegen FIP geimpft werden. Wichtig ist, dass das Tier noch nicht mit dem Coronavirus infiziert ist. Wird die Katze positiv auf Corona getestet, macht eine Impfung keinen Sinn. In diesem Fall solltest du gut f√ľr deine Katze sorgen, um eine Mutation des Virus zu verhindern. Halte au√üerdem das Katzenklo so sauber wie m√∂glich, damit die st√§ndige Virusaufnahme verhindert werden kann. Auch Freilauf ist von Vorteil, da die Katze dann an verschiedenen Stellen Kot absetzen kann.

Wenn du eine nicht-infizierte Katze im Haus hast, solltest du jeden Neuzugang vor dem ersten Kontakt auf Corona testen lassen und nur negativ getestete Tiere bei dir aufnehmen.

Wenn deine Katze an FIP gestorben ist, solltest du alles extrem gr√ľndlich reinigen und mindestens 3 Monate lang warten, bis du eine neue Katze aufnimmst!

Checkliste: Wie du deine Katze gegen Corona sch√ľtzen kannst

  • Neue/junge Katzen auf Corona testen
  • Katzen gegen Corona impfen lassen
  • Katzenklo immer sauber halten
  • Jede Katze sollte ein eigenes Klo haben
  • Keine neue Katze anschaffen, wenn deine Katze corona-positiv ist

Sch√ľtz deine Katze gegen Corona! Unsere Tier√§rzte kommen f√ľr die Impfung zu dir nach Hause.

Fazit

Wenn deine Katze krank ist, solltest du in jedem Fall einen Tierarzt rufen. Die Hauptsymptome von FIP, wie Fieber, Appetitlosigkeit, Apathie) können auch bei anderen Erkrankungen auftreten, die tierärztliche Behandlung benötigen. Wenn deine Katze jung ist, hohes Fieber hat und/oder einen vergrößerten Bauchumfang hat, besteht ein Verdacht auf FIP. Wenn eine neue Katze in eine Corona-freie Katzenfamilie aufgenommen wird, sollte sie vor dem ersten Kontakt auf FIP getestet werden.